Frankreich

Ein Kassenhäuschen für Notre-Dame

Wenn es nach Kulturministerin Rachida Dati geht, sollen Besucher Eintritt bezahlen für die Pariser Kathedrale Notre Dame. Sie erwartet Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe.

Besucher der frisch renovierten Pariser Kathedrale Notre-Dame sollen einem Vorschlag der französischen Kulturministerin Rachida Dati zufolge künftig Eintritt zahlen. Die Einnahmen sollten der Erhaltung der französischen Kirchenbauten dienen, sagte Dati der Tageszeitung «Le Figaro».

«Mit nur fünf Euro Eintritt pro Besucher würden wir 75 Millionen Euro pro Jahr einnehmen», sagte Dati. «Auf diese Weise würde Notre-Dame alle Kirchen in Paris und Frankreich retten.»

Dati sprach sich auch für eine neue Preispolitik staatlicher Kultureinrichtungen aus. Demnach sollen Nicht-EU-Bürger ab 2026 in Frankreich für Besuche staatlicher Denkmäler und Museen wie dem Louvre höhere Eintrittspreise zahlen. Die zusätzlichen Einnahmen könnten dem Erhalt französischer Kulturstätten dienen.

Notre-Dame wird am 7. Dezember wiedereröffnet. Nach einem Brand im Jahr 2019 war die berühmte Kathedrale fünf Jahre lang renoviert worden. (sda/ dst)