Ebola-Epidemie
Mehr als 5000 Ebola-Tote im Kongo
Mehr als 5000 Menschen sind seit Beginn des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo an der Infektionskrankheit gestorben. Die jüngsten Angaben der kongolesischen Gesundheitsbehörden bezifferten die Zahl der Toten auf 5026. Demnach erkrankten seit Mitte Mai 10’351 Menschen. Der Ebola-Ausbruch gilt als der schwerwiegendste in der Geschichte des Kongo.
Die Sterblichkeitsrate liegt laut dem Nationalen Institut für Öffentliche Gesundheit derzeit bei 48,6 Prozent. Acht Provinzen sind betroffen, wobei der Grossteil der Erkrankten in Ituri im Nordosten des Landes lebt. Dort wurden den Angaben zufolge bislang 7346 Ebola-Fälle bestätigt.
Ein Fall in der Schweiz
Im Universitätsspital Zürich liegt seit rund einer Woche eine Person mit Schweizer Staatsbürgerschaft (ref.ch berichtete). Sie hatte sich im Kongo mit dem Ebolavirus angesteckt. Wie das Unispital schreibt, wird sie in einer Sonderisolierstation für hochinfektiöse Erkrankungen behandelt, die über «bauliche und technische Sicherheitsvorkehrungen» verfügt.
Alle Mitarbeitenden, die mit der infizierten Person Kontakt hätten, seien speziell geschult. Für reguläre Patientinnen und Patienten sowie Besuchende bestehe keine Gefahr.
Gewalt erschwert die Eindämmung
Verantwortlich für den Ausbruch ist die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus, für die es bisher weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Auch in Uganda, Nigeria und Kenia waren Fälle gemeldet worden (ref.ch berichtete). Im Ostkongo erschweren Konflikte und Gewalt sowie ein unterfinanziertes Gesundheitssystem die Eindämmung.
Für den Kongo ist es die 17. Ebola-Epidemie seit der Entdeckung des Virus 1976 und die bereits weitaus tödlichste. Das Ebola-Fieber ist eine hochansteckende Infektion.
Sie wird über Körperflüssigkeiten von Erkrankten übertragen, etwa bei der Pflege und bei der Aufbahrung der Verstorbenen. Die Erkrankten sind über den Tod hinaus infektiös. Bei der bislang tödlichsten Ebola-Epidemie in verschiedenen Ländern Westafrikas starben zwischen 2013 und 2016 mehr als 11’300 Menschen. (epd/ dst)