Der Pfuusbus öffnet seine Türen

Der Pfuusbus des verstorbenen Pfarrers Ernst Sieber bietet wieder Schlafplätze für Obdachlose an. Ab dem 19. November gibt es neben Übernachtungsmöglichkeiten auch Mahlzeiten und Gesprächsangebote.


Der Pfuusbus startet heute Abend, dem 19. November, in seine 17. Saison. «Es wird die erste Saison ohne Pfarrer Sieber sein. Dennoch sind wir gerüstet», heisst es in einer Medienmitteilung des Sozialwerks Pfarrer Sieber (SWS). Der Bus mit dem Vorzelt bietet insgesamt 45 Personen einen Schlafplatz. SWS-Mitarbeitende und über 90 Freiwillige sorgen dafür, dass Obdachlose im Pfuusbus eine niederschwellige Schlafmöglichkeit, einen warmen Znacht und einen Zmorge sowie Gesprächsangebote finden.

Sonntags den ganzen Tag geöffnet

Am Sonntag ist der Pfuusbus den ganzen Tag geöffnet. «Das Angebot ermöglicht es, dass die vereinsamten Menschen ihre Sorgen und Ängste für einige Stunden vergessen und Gemeinschaft erleben können», heisst es in der Mitteilung. Anders als die Nächte würde die Spiel- und Gestaltungssonntage auch längere Gespräche mit Betreuenden erlauben. «So ermöglichen besonders das Gestalten mit Ton und das Malen wichtige Zugänge zu Menschen, die sich sonst tiefergehenden Gesprächen verweigern.»

Im letzten Jahr verzeichnete der Pfuusbus 5’517 Übernachtungen. Im Jahr 2016 waren es 4’103. (bat)