USA
Megakirchen lassen Charlie Kirk aus dem Jenseits sprechen
Die Verehrung des ermordeten US-amerikanischen Podcasters und rechten Aktivisten Charlie Kirk nimmt immer bizarrere Züge an. In mehreren evangelikalen Megakirchen erinnerte man in Gottesdiensten an Kirk. Dabei wurde die Stimme Kirks aus dem Jenseits eingespielt. «Es geht mir gut. Nicht meinem Körper, aber meiner Seele, denn sie ist in Jesus Christus geborgen», ist der tote Influencer anlässlich eines Gottesdienstes in der Dream City Church in Phoenix, Arizona, zu hören.
In seiner Botschaft fordert Kirk die Zuhörer weiter auf, nicht um ihn zu trauern – denn er habe um die Risiken seines Kampfes gewusst. Während im Hintergrund ein Bild Kirks mit dem Schriftzug «Gut gemacht, Charlie» eingeblendet wurde, fuhr die Stimme fort: «Lasst nicht zu, dass diese Gewalt uns weiter spaltet. Der Feind will Chaos, Angst und Vergeltung. Gebt es ihnen nicht.»
Dann schlug die Stimme kämpferische Töne an. Amerika sei es wert, sich für Meinungsfreiheit, den Glauben und die Familie einzusetzen, hiess es. «Nehmt euer Kreuz auf und nehmt den Kampf wieder auf»., wendet sich die Stimme an die Gottesdienst-Besucher. Und sie fährt fort: «Lasst niemals zu, dass das Böse denkt, es hätte gewonnen».
Luke Barnett, Pastor in der Dream City Church, machte bei dem Auftritt deutlich, dass die Rede Kirks mit Künstlicher Intelligenz erzeugt worden sei. Zugleich betonte er, dass die Aussagen dem entsprächen, was der lebende Kirk gesagt haben könnte. Kirks Botschaft wurde mit Standing Ovations und tosendem Applaus begrüsst. Ähnliche Szenen spielten sich laut Medienberichten in der Prestonwood Baptist Church in Texas und in der Awaken Church in San Marcos in Kalifornien ab.
Der Gründer von Turning Point USA wird seit seinem Tod zunehmend zum «Märtyrer» der rechten Bewegung gemacht. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die digitalen Medien. KI-generierte Bilder und Videos zeigen Kirk zusammen mit Jesus im Himmel oder mit anderen verstorbenen Persönlichkeiten wie Martin Luther King oder John F. Kennedy, wie der Dallas Observer berichtet. Auch gefälschte Videos mit Lobliedern von Stars wie Adele oder Ed Sheeran sind in den sozialen Medien aufgetaucht.
Auch Donald Trump hatte Kirk an der Trauerfeier vor zwei Tagen als «Märtyrer für die Freiheit»