Reformationstag

CDU-Politikerin stellt kirchlichen Feiertag infrage

Der Reformationstag ist in Deutschland ein weitverbreiteter Feiertag. Die evangelische Bundespolitikerin Gitta Connemann schlägt vor, ihn zugunsten der Wirtschaft zu streichen.

Die CDU-Politikerin Gitta Connemann, Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), stellt den Reformationstag als arbeitsfreien Feiertag infrage. «Wenn wir dem wieder Leben einflössen würden, dann wäre es ja wunderbar. So lange das nicht so ist, finde ich, sollten nicht kirchliche Feiertage dafür herhalten, sich einen freien Tag zu machen», sagte die evangelische Bundestagsabgeordnete Connemann im Podcast «Table.Briefings».

Sie selbst gehe am Reformationstag, dem 31. Oktober, sogar noch manchmal in die Kirche und sei dann immer verwundert, «dass die Kirchen leer sind», sagte die Christdemokratin aus Ostfriesland. Sie sprach sich dafür aus, Unternehmen in Deutschland zu entlasten. So kam sie auf arbeitsfreie Tage zu sprechen: «Wir müssen uns fragen: Können wir uns bestimmte Dinge noch erlauben, die wir uns gegönnt haben?»

Am Reformationstag erinnern Protestanten in aller Welt an die Anfänge der evangelischen Kirche vor rund 500 Jahren. Die vom damaligen Augustinermönch Martin Luther (1483-1546) um den 31. Oktober 1517 von Wittenberg aus verbreiteten 95 Thesen gegen kirchliche Missstände wurden zum Ausgang einer christlichen Erneuerungsbewegung. Im Gegensatz zur Schweiz ist der Reformationstag in vielen deutschen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Seit 2018 ist der 31. Oktober in 9 von 16 Bundesländern arbeitsfrei. (epd/ dst)

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