USA

Nach Musk-Gruss: Kirche wirft Priester raus

Die anglikanisch-katholische Kirche hat einen Priester entlassen, der am Ende einer Rede eine Geste ausführte, die an den Hitler-Gruss erinnerte. Die Kirche bezeichnet die Handlung als «schändlich».

Der amerikanischer Priester Calvin Robinson darf künftig nicht mehr in der anglikanisch-katholischen Kirche praktizieren. Am Ende einer Rede auf dem National Pro-Life Summit, einer Anti-Abtreibungs-Konferenz in Washington, hatte Robinson eine Geste ausgeführt, die an den Hitler-Gruss erinnert, wie verschiedene Medien berichteten.

Nachdem er seine Bewunderung für Trump zum Ausdruck gebracht hatte, klopfte er sich auf die Brust und reckte den rechten Arm mit ausgestreckter Hand in die Höhe. Gleichzeitig rief er:  «My heart goes out to you» («Mein Herz ist bei euch»). Robinson hatte das Video der Rede auf seiner Facebook-Seite geteilt.

Mit dieser Geste sorgte der Priester Calvin Robinson für Aufruhr. (Bild: Screenshot Facebook)

Einer Erklärung der anglikanisch-katholischen Kirche zufolge wurde Robinsons daraufhin die Lizenz entzogen. «Wir glauben, dass diejenigen, die den Hitlergruss nachahmen, selbst wenn es sich dabei um einen Scherz oder den Versuch handelt, ihre Gegner zu trollen, den Schrecken des Holocaust verharmlosen und das Opfer derer relativieren, die gegen seine Täter gekämpft haben», schreibt die Kirche. «Solche Handlungen sind schädlich, spaltend und widersprechen den Prinzipien der christlichen Nächstenliebe.»

Robinson, der schon in der Vergangenheit durch seine rechten Ansichten aufgefallen war, rechtfertigte die Geste auf seiner Facebook-Seite als Nachahmung der Geste von Elon Musk. Sie sei gedacht als «Verspottung der hysterischen Liberalen, die Elon Musk einen Nazi nannten, weil er ganz klar zeigte, dass sein Herz bei den Menschen im Raum war». Robinson fügte hinzu: «Zur Klarstellung: Ich bin kein Nazi».

Elon Musk hatte bei der Amtseinführung von Donald Trump mit seiner Geste für viel Wirbel gesorgt. Viele erkannten darin den Hitler-Gruss. Musk selbst stritt das ab und scherzte auf seiner Plattform X über die Geste. (no)

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