RefBeJuSo

Berner Kirchen debattieren über Einführung der «Ehe für alle»

Wie soll es nach der Abstimmung über die «Ehe für alle» weitergehen? Darüber haben die Synodalen der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn an ihrer Gesprächssynode diskutiert.

Mit Vorträgen und einem Podium haben sich die Synodalen der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn (RefBeJuSo) am vergangenen Wochenende mit dem Thema «Ehe für alle» befasst. Dabei haben laut Judith Pörksen, Präsidentin des Synodalrates, die Befürworter und Gegnerinnen der «Ehe für alle» ihre Argumente dargelegt.

Nicht nur Synodale selber waren beim Austausch anwesend. «Wir wollten mit Betroffenen und nicht nur über sie sprechen», sagt Pörksen gegenüber ref.ch. So nahm an der Podiumsdiskussion unter anderen Roland Weber, Co-Präsident des Vereins «Zwischenraum Schweiz», teil. Der Verein ist eine Organisation von LGBTIQ+-Christinnen und Christen.

«Uns war es wichtig, dass wir LGBTI-Christen ein Gesicht vor Ort geben», hält Weber gegenüber ref.ch fest. Denn ein Kernthema von «Zwischenraum Schweiz» sei es, dass LGBTIQ-Menschen sichtbarer werden. Er habe es sehr geschätzt, dass er an der Gesprächssynode habe mitdiskutieren können. In seinen Augen sei das Thema Homosexualität und Trauung für alle mit dem nötigen Fingerspitzengefühl angegangen worden. Weber wünsche sich, dass an der kommenden Synode die Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn beschliessen, die «Ehe für alle» einzuführen. «Wir haben unseren Beitrag geleistet; den Weg muss die Kirche nun mit sich alleine finden», so Weber.

Noch ist nicht klar, ob die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn die Trauung für gleichgeschlechtliche Paare einführen werden. Dazu muss die Kirchenordnung geändert werden. Ob dies passiert, wird sich an einer Abstimmung in der Sommer- oder Wintersynode 2022 zeigen. (bat)