Bern
Kunstprojekt im Münster wegen Sicherheitsbedenken gestoppt
Die geplante Kunstinstallation «Bildersturm» des Künstlers Thomas Hirschhorn im Berner Münster wird nicht realisiert. Das berichtet der «Bund». Das Projekt war im Rahmen des Gedenkjahrs zur bernischen Reformation von 1528 für 2028 vorgesehen.
Künstler Hirschhorn war von der Münstergemeinde und Pfarrer Beat Allemand eingeladen worden. Seine Installation hätte das Berner Wahrzeichen als teilweise zerstört inszeniert. Mit herabgefallenen Mauern, Steinbrocken und Verstrebungen. Das Werk sollte den disruptiven Charakter von Reformbewegungen sichtbar machen.
Nun hat aber die Gebäudeversicherung Bern (GVB) nach einer Prüfung «umfassende Bedenken» geäussert, so Markus Dütschler, Mediensprecher der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn (Refbejuso). Im Fokus stand dabei der Brandschutz. Auch Fragen zur statischen Sicherheit der Installation, zu den Fluchtwegen sowie zur Sicherheit des Publikums und des historischen Bauwerks wurden aufgeworfen.
Thomas Hirschhorn zog sich daraufhin vom Projekt zurück. Der Synodalrat hatte zuvor 100’000 Franken für «Bildersturm» gesprochen. Dieser Betrag soll nun für das öffentliche Kirchenfest 2028 in Bern verwendet werden. (gab)