Berliner Kirche erlebt rechtsextremen Vandalismus
Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) lässt sich durch rechtsextremen Vandalismus nicht einschüchtern. Immer wieder würden Kirchen beschmiert oder Schaukästen zerstört, sagte Bischof Christian Stäblein in Berlin vor den Medien. «Das richtet sich gegen Gemeinden, die sich stark machen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.»
Der jüngste Vorfall hat sich im gut situierten Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg zugetragen. Dort sei erst der Schaukasten einer Kirche mit einem Davidstern beschmiert worden, sagte eine Kirchensprecherin. In der folgenden Nacht sei der Schaukasten zerstört worden.
Im Schaukasten hing der Aufruf «Unser Kreuz hat keinen Haken – Deine Stimme gegen Rechtsextremismus» anlässlich der EU-Wahl. Diese Form des Vandalismus komme immer wieder vor, auch an anderen Orten der Landeskirche, hiess es. Bischof Stäblein betonte, der jüngste Vorfall entsetze ihn. Es gelte, «mutig und konsequent» die Demokratie zu verteidigen. Kirchen seien Räume der Freiheit und des Gesprächs. (epd/ dst)