Baselbieter Reformierte unterstützen Hilfswerk in Burma

Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Basel-Landschaft hat 5000 Franken für die humanitäre Soforthilfe in Burma gesprochen. Nach dem Militärputsch von Anfang Februar werde die Not im Land immer grösser.

Rund drei Monate nach dem Militärputsch vom 1. Februar zeichnet sich in Burma eine humanitäre Katastrophe ab. Bei Protesten gegen das Militär seien insgesamt schon über 700 Menschen ums Leben gekommen und Tausende von Menschen festgenommen worden, heisst es in einer Mitteilung der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Landschaft vom 27. April.

Der Kirchenrat habe sich deshalb entschlossen, als Zeichen der Solidarität 5000 Franken für die humanitäre Soforthilfe des Vereins «Swiss Burma-Aid» zu spenden. Das Hilfswerk unterstützt unter anderem eine Notklinik in der Stadt Falam mit lebensnotwendigen Medikamenten und Hygieneartikeln. Zudem werden direkt betroffene Personen und Familien mit Lebensmitteln versorgt.

Geschlossene Krankenhäuser

Seit dem Putsch reissen die Proteste der Burmesischen Bevölkerung gegen das Militär nicht mehr ab. Die Menschen forderten, dass die Macht an die im vergangenen November gewählte Partei NLD zurückgegeben werde, heisst es in der Mitteilung weiter.

Laut «Swiss Burma-Aid» verweigern viele Regierungsbeamte aus Protest ihre Arbeit und rufen das Volk zum zivilen Ungehorsam auf. Teilnehmende Beamte, zu denen auch Ärzte und das Pflegepersonal gehörten, erhielten deshalb keinen Lohn mehr. Ebenso seien öffentliche Einrichtungen stark eingeschränkt und die staatlichen Krankenhäuser geschlossen worden. (no)