Synode beider Appenzell

Kirchenrat legt vier Modelle für zukünftige Struktur vor

Die evangelisch-reformierten Kirchgemeinden im Appenzell wollen sich neu organisieren. An einer Gesprächssynode soll das Thema breit diskutiert werden. 

Mitgliederrückgang, zunehmende Säkularisierung, sinkende Steuereinnahmen und Vakanzen in der Behörde: angesichts dieser Herausforderungen will die Synode beider Appenzell prüfen, ob und in welcher Form sie die Strukturen der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden anpassen soll. Im Herbst hat sie dazu eine Arbeitsgruppe gegründet (ref.ch berichtete).

Diese hat der Synode nun einen Bericht vorgelegt. Darin geht sie davon aus, dass die Zahl der Kirchenmitglieder in den Jahren 2024 bis 2045 von 20'500 auf 9000 bis 11'000 sinken wird. Für den gleichen Zeitraum wird ein Rückgang der Steuereinnahmen von 10 auf 7 Millionen Franken prognostiziert. Zudem sei davon auszugehen, dass die Zahl der Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Bestattungen zurückgeht und es schwieriger wird, Stellen in Kirchbehörden zu besetzen.

Aufgrund dieser Perspektiven hat die Arbeitsgruppe vier Modelle für die zukünftige Struktur der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden im Appenzell erarbeitet: von der Beibehaltung der aktuellen Situation bis zum Zusammenschluss zu einer einzigen Kirchgemeinde

Im Medienbericht der Synode heisst es, dass die Notwendigkeit einer Anpassung unbestritten sei. Vorerst gehe es aber nicht darum, sich für eines der Modelle zu entscheiden, sondern die Basis an der Diskussion zu beteiligen.

Eine Gesprächssynode soll nun die Thematik vertiefen und die weiteren Schritte besprechen. 33 Synodale waren mit diesem Vorgehen einverstanden, vereinzelte stimmten dagegen. (hz)

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