Synode beider Appenzell

Kirchenrat prüft neue Strukturen

Die Evangelisch-reformierte Landeskirche beider Appenzell soll sich neu organisieren. Ganz so radikal wie der Kirchenrat wollte die Synode aber nicht vorgehen.

Fusionen sind grundsätzlich Sache der Gemeinden. Angesichts der sinkenden Mitgliederzahlen beantragte der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell der Synode aber einen Antrag zur künftigen Entwicklung. Konkret sollte der Kirchenrat beauftragt werden «eine oder mehrere Varianten einer landeskirchlichen Struktur mit zwei bis fünf Kirchgemeinden auszuarbeiten».

Kirchenratspräsidentin Martina Tapernoux-Tanner sagte laut «Appenzeller Zeitung» es sei eine Tatsache, dass Fusionen und Zusammenschlüsse kaum zu umgehen seien. Die Verantwortung für die Zukunft liege aber ganz klar bei den einzelnen Kirchgemeinden.

Die Synode kam zum Schluss, dass es Aufgabe des Kirchenrats sei über die Organisation nachzudenken. Er dürfe aber keinen Druck auf die Gemeinden ausüben.

Die Synode nahm den Antrag des Kirchenrats klar an, jedoch mit einer Anpassung. Die Einschränkung «zwei bis fünf Kirchgemeinden» wurde gestrichen. Bis im März 2026 soll der Synode ein Bericht und Antrag unterbreitet werden.

Das ebenfalls von der Synode angenommene Budget 2026 sieht bei einem Aufwand von knapp zwei Millionen Franken ein Minus von 39'000 Franken vor. (gab)

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