Aargauer Kirche schliesst Präventionsprojekt ab

Die Reformierte Kirche Kanton Aargau hat einen Verhaltenskodex zur Prävention von Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen erarbeitet. Es ist der letzte Baustein in einer Reihe von Massnahmen.


Vor zwei Jahren hat die Synode der Reformierten Kirche Kanton Aargau einen Prozess angestossen, um sexuelle Grenzüberschreitungen und sexuelle Übergriffe zu verhindern. Als Massnahme wurden unter anderem obligatorische Schulungen für angestellte und freiwillige Mitarbeitende eingeführt. Ausserdem ist für Pfarrpersonen und Diakone neu ein Strafregisterauszug Pflicht.

Als letzter Baustein erscheint nun ein Verhaltenskodex mit Verpflichtungserklärung, wie es in einer Mitteilung vom 28. September heisst. Dieser müsse von den Mitarbeitenden unterzeichnet werden und diene dem Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Der Verhaltenskodex benenne Risikosituationen, die sich in der täglichen Arbeit ergeben könnten. Auch zeige er auf, wie auf Grenzverletzungen angemessen reagiert und Schwierigkeiten und Unsicherheiten im Team oder in der Supervision zur Sprache gebracht werden könnten.

Auch Ehrenamtliche sollen unterzeichnen

Erarbeitet wurde der Verhaltenskodex mit verschiedenen kirchlichen Berufsgruppen, den beiden Präventionsbeauftragten der Landeskirche sowie einer Mitarbeiterin der Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung «Limita». Er soll in der zweiten Hälfte Oktober an die Kontaktpersonen für Prävention in den Kirchgemeinden geschickt werden. Von diesen werde er dann an die Mitarbeitenden zur Unterzeichnung weitergeleitet, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Ebenfalls in Arbeit ist ein Verhaltenskodex für ehrenamtliche und freiwillige Mitarbeitende, die in ihrer Tätigkeit mit Kindern, Jugendlichen und Personen in Abhängigkeitsverhältnissen in Kontakt kommen. Er soll laut Mitteilung Anfang 2021 an die Kirchgemeinden verschickt werden. (no)