2000 Briefe gegen das Sterben an den Aussengrenzen Europas

Am 2. Juli übergaben Vertreter der Aktionen «Beim Namen nennen - 40'555 Opfer der Festung Europa» knapp 2000 handgeschriebene Briefe der Bundeskanzlei. Sie fordern darin Politiker auf, einen Beitrag gegen die «unhaltbare Situation» an den europäischen Aussengrenzen zu leisten.


Mit den knapp 2000 handgeschriebenen Briefen gehen die Aktionen «Beim Namen nennen – 40’555 Opfer der Festung Europa» zu Ende, heisst es in einer Medienmitteilung vom 1. Juli. An der Kampagne hatten sich 117 Organisationen, Landeskirchen, Kirchgemeinden, Pfarreien und Gruppen aus der ganzen Schweiz beteiligt.

Seit 1993 seien mindestens 40‘555 Menschen auf der Flucht an den Aussengrenzen Europas gestorben. Diese Situation sei «unhaltbar und erschütternd», heisst es im Begleitbrief an Politiker und Politikerinnen in der Schweiz.

Aufforderung zum Handeln

In der ganzen Schweiz haben deshalb Beteiligte von Hand Briefe verfasst, die an die Schicksale der verstorbenen Flüchtlinge erinnern sollen. Zudem forderten sie die Politiker zum Handeln auf, heisst es in der Mitteilung weiter. Kopien der Briefe gingen auch an Vertreter des Europarats und der Europäischen Union. (mos)