Unicef

190 Millionen Kinder brauchen dringend Hilfe

In seinem Nothilfe-Aufruf warnt das Kinderhilfswerk Unicef aufgrund der Corona-Pandemie vor dramatischen Folgen für Millionen von Kindern. Insgesamt würden 2021 35 Prozent mehr Hilfsgelder benötigt.

Mehr Kinder weltweit als je zuvor brauchen humanitäre Hilfe. Vor diesem Hintergrund ruft das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef zur Unterstützung von Hilfsprogrammen für 300 Millionen Menschen auf, darunter mehr als 190 Millionen Kinder. Insgesamt benötigt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen für seine Nothilfeprogramme im nächsten Jahr 6,4 Milliarden US-Dollar – eine Steigerung von 35 Prozent verglichen mit dem Nothilfeaufruf für 2020, wie es in einer Medienmitteilung vom 3. Dezember heisst. Dies spiegele den weltweit wachsenden humanitären Bedarf angesichts anhaltender Krisen und der Corona-Pandemie wider.

«Das Zusammentreffen der Covid-19-Pandemie mit anderen Notlagen hat zu einer Krise der Kinderrechte geführt, die die Gesundheit und das Wohlergehen der Kinder bedroht», sagt Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. Diese beispiellose Situation erfordere beispiellose Massnahmen. «Wir rufen Regierungen und Öffentlichkeit zur Unterstützung auf, um den Kindern weltweit gemeinsam zu helfen, diese schwierige Zeit zu meistern und eine verlorene Generation zu verhindern.»

Impfprogramme unterbrochen

Besonders schutzbedürftige Kinder leiden am härtesten in der Covid-19-Krise. Wegen der Pandemie und der Massnahmen zu ihrer Eindämmung hätten mehr als 60 Länder ihre Impfprogramme unterbrechen müssen; noch immer seien über eine Viertelmilliarde Mädchen und Jungen von Schulschliessungen betroffen. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie haben zur Unterbrechung von grundlegenden Dienstleistungen und zu steigender Armut geführt. Darüber hinaus stieg das Risiko von häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. (bat)