Zürich

Regierungsrat prüft, ob Entwicklungshilfe aufgestockt werden soll

15 statt 10 Millionen Franken? Der Zürcher Kantonsrat unterstützt ein Postulat der Mitte-Parteien. Dieses will mehr Geld für Kinder in humanitären Krisen bereitstellen.

Der Zürcher Kantonsrat hat das dringliche Postulat «Humanitäre Hilfe für Kinder» mit 95 Ja- und 73 Nein-Stimmen an den Regierungsrat überwiesen. Dieser muss nun prüfen, ob er jährlich fünf weitere Millionen Franken für Kinder in den fünf grössten humanitären Krisen bereitstellt.

Das Geld könnte laut dem Postulat von GLP, EVP und Mitte für Ernährungssicherung, medizinische Nothilfe, Bildungsprogramme, psychosoziale Betreuung oder Schutzmassnahmen in Krisen- und Konfliktgebieten eingesetzt werden.

Die Gelder sollen aus dem Gemeinnützigen Fonds, ehemals Lotteriefonds, entnommen werden. Laut dem Postulat leistet der Kanton Zürich aktuell rund zehn Millionen Franken an Entwicklungshilfe.

Keine Mehrheit fand hingegen ein Postulat, das humanitäre Soforthilfe in der Höhe von einer Millionen Franken zur Behandlung von verletzten Kindern aus Gaza forderte. Das Geld sollte in die Nachbarländer vor Ort geschickt werden, in denen Kinder aus Gaza behandelt werden. Der Vorstoss von SP, Grüne, EVP und AL scheiterte mit 61 Ja- gegen 108 Nein-Stimmen. (gab)

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