Zürcher Synode gibt grünes Licht für vier Gemeindefusionen

Nachdem sich Kirchgemeinden in der Stadt Zürich zu Jahresbeginn zusammenschlossen, hiess die Synode der Reformierten Kirche Kanton Zürich Fusionen in vier weiteren Regionen gut.


Per 1. Januar 2019 vereinigten sich 32 Kirchgemeinden der Stadt Zürich zu einer einzigen Kirchgemeinde. Der Trend zu Zusammenschlüssen geht im Kanton nun weiter. An ihrer ordentlichen Sitzung vom 26. März genehmigte die reformierte Kirchensynode die Anträge für Fusionen in vier verschiedenen Regionen der Zürcher Landeskirche, schreibt diese am selben Tag in einer Mitteilung.

So vereinigen sich die Kirchgemeinden Seuzach, Rickenbach, Dinhard und Altikon-Thalheim-Ellikon zur Kirchgemeinde Seuzach-Thurtal. Zur Kirchgemeinde Sihltal schliessen sich die Kirchgemeinden Adliswil und Langnau am Albis zusammen. Im Bezirk Bülach fusionieren die Kirchgemeinden Embrach-Oberembrach und Lufingen. Und im Bezirk Winterthur verbindet die neue Kirchgemeinde Eulachtal die Kirchgemeinden Elgg, Elsau und Schlatt.

Bereits über fünfzig Kirchgemeinden fusioniert

In seinen Anträgen begrüsste der Kirchenrat laut Mitteilung alle Vereinigungsprozesse. Sie würden eine Regionalisierung des kirchlichen Lebens ermöglichen und lägen auf der Linie, wie sie die Landeskirche im Prozess «KirchGemeindePlus» seit 2012 verfolgt. Mittlerweile haben demnach über fünfzig reformierte Kirchgemeinden im Kanton Zürich eine Fusion vollzogen.

Kirchenrat Daniel Reuter sagte laut Mitteilung, der Erfolg von «KirchGemeindePlus» messe sich nicht an der Anzahl vereinigter Kirchgemeinden: «Er misst sich daran, dass unsere Kirchgemeinden nahe bei den Menschen bleiben, mit profilierten kirchlichen Orten und vielfältigen Formen des Gemeindelebens.» Alle vier Vereinigungen seien nicht aus Not oder aufgrund von Druck von oben entwickelt worden, sondern mit der Absicht, die Zukunft an die Hand zu nehmen.

Auseinandersetzung mit Klima gefordert

Die Kirchensynode überwies gemäss der Mitteilung zudem ein Postulat zur Stärkung des kirchlichen Engagements im Bereich von Palliative Care. Für Widerspruch sorgte hingegen eine Resolution zum «Handeln gegen den Klimawandel». Es sei zwar unbestritten, dass die Kirche zur Bewahrung der Schöpfung gefordert ist. Vorbehalte gab es, weil die Formulierung der Resolution sich weitgehend an einer solchen des grossen Rats von Basel orientierte.

Mehrere Synodale forderten deshalb eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema und eine spezifisch kirchliche und theologische Argumentation. Gefordert seien konkrete Klimamassnahmen, die die Kirche selber umzusetzen bereit sei, statt nur das Gewissen mit einer öffentlichen Erklärung zu beruhigen. Dieser Argumentation folgte eine Mehrheit und erteilte der Resolution eine Absage. (mey)