Zürcher Reformierte nehmen Kirchgemeindeordnung deutlich an

Die Reformierten der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen haben die Kirchgemeindeordnung der neuen Kirchgemeinde Zürich mit 91,5 Prozent gutgeheissen. Somit kann diese am 1. Januar 2019 starten.

Die Kirchgemeinde Zürich wird mit über 80'000 Mitgliedern zur grössten der Schweiz. (Bild:KEYSTONE/Pascal Mora)

Nun steht dem Zusammenschluss der Stadtzürcher Reformierten nichts mehr im Weg. Mit einem Ja-Anteil von 91,5 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 42,7 Prozent haben die Reformierten der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen der neuen Kirchgemeindeordnung zugestimmt. «Wir sind dankbar für diesen Vertrauensbeweis unserer Mitglieder an der Urne», lässt sich Andreas Hurter, designierter Präsident der neuen Kirchenpflege, in einer Medienmitteilung des Reformierter Stadtverbands zitieren. «Damit haben die Stimmberechtigten das deutliche Ja zum Zusammenschluss von 2014 noch einmal bestätigt», sagt Hurter. 

Hirzenbach und Witikon nicht dabei

Am 28. September 2014 hatten sich fast drei Viertel der Reformierten in der Stadt Zürich und Oberengstringen für die Fusion zu einer Kirchgemeinde ausgesprochen. 2017 folgte die Verabschiedung des Zusammenschlussvertrags, anfangs 2018 stimmte die kantonale Kirchensynode dem Zusammenschluss von 32 der 34 Kirchgemeinden des bisherigen Stadtverbands zu. Nur Hirzenbach und Witikon bleiben der Fusion fern.

Die Kirchgemeinde Zürich wird mit über 80’000 Mitgliedern zur grössten der Schweiz, was die Entwicklung besonderer Strukturen erfordert. So sieht die Kirchgemeindeordnung ein Kirchgemeindeparlament mit 45 Mitgliedern vor, das wie die sieben Mitglieder der Kirchenpflege direkt vom Volk gewählt wird. Ebenso wird das Gemeindegebiet in zehn Kirchenkreise gegliedert.(bat)