ZIID mit neuer Geschäftsleiterin

Im Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID) hat es zuletzt kräftig rumort. Jetzt soll die neue Geschäftsleiterin Beatrice Frei Guélat die Neuausrichtung des Instituts fortführen.

Beatrice Frei Guélat übernimmt per 1. September die Geschäftsleitung des Zürcher Instituts für interreligiösen Dialog (ZIID). Der Stiftungsrat sei überzeugt, dass Frei Guélat die notwendigen Voraussetzungen mitbringe, um die 2019 beschlossene Neuausrichtung des Instituts erfolgreich fortzuführen, heisst es in einer Mitteilung vom 30. Juni.

Frei Guélat absolvierte die Ausbildung «Neo-Salafistischer Islamismus (präventive Jugendarbeit)» an der Donau-Universität Krems in Österreich sowie den Masterstudiengang «Interreligiöser Dialog: Begegnung von Juden, Christen und Muslimen». Zudem schloss sie den CAS-Studiengang «Interkulturelle Theologie und Migration» an der Universität Basel ab.

Beruflich war sie laut Mitteilung unter anderem für das Rote Kreuz Österreich, Mission 21, den Ausländerdienst Baselland und die Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel (GGG Basel) tätig. Als ausgebildete Web-Publisherin kenne sie sich zudem mit digitalen Technologien, Marketing und Kommunikation aus.

Frei Guéalt ersetzt Michael Bürgi, der im vergangenen Dezember interimistisch als Geschäftsleiter eingesetzt worden war. Mit der neuen Geschäftsleiterin haben man nun wie gewünscht eine Persönlichkeit gefunden, die im interreligiösen Dialog verankert sei, heisst es in der Mitteilung weiter.

Rote Zahlen und Kündigungen

Das ZIID ist in den vergangenen zwei Jahren kräftig durchgeschüttelt worden. Nachdem das Institut mehrere Jahre hintereinander rote Zahlen geschrieben hatte, leitete der Stiftungsrat eine Umstrukturierung ein. Mehreren Mitarbeitenden wurde gekündigt, darunter der Fachleiterin für das Judentum, Annette Böckler. Im Januar dieses Jahres trennte sich der Stiftungsrat auch von der bisherigen Geschäftsleiterin Andrea König (ref.ch berichtete).

Die neue Geschäftsleiterin soll laut Mitteilung die Neubesetzung der noch vakanten Stelle der Fachleitung Judentum ab September angehen. (no)