Samuel Behloul verlässt das ZIID

Nach vier Jahren als Leiter des Fachbereichs Christentum nimmt Samuel Behloul beim Zürcher Institut für interreligiösen Dialog seinen Abschied. Dieser stehe nicht im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Instituts.


Das Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID) steckt im Umbruch. Nachdem die Organisation mehrere Jahre rote Zahlen schrieb, zog der Stiftungsrat Anfang 2020 die Notbremse. So musste die Fachleiterin für das Judentum, Annette Böckler, das ZIID verlassen. Einer weiteren Mitarbeiterin wurde gekündigt (ref.ch berichtete).

Mit Samuel Behloul verlässt nun eine weitere Leitungsperson das Institut, wie das ZIID am 8. Juni mitteilte. Behlouls Abgang stehe allerdings nicht im Zusammenhang mit den Einschnitten beim Personal von Anfang Jahr, sagt Geschäftsleiterin Andrea König gegenüber ref.ch. «Nach vier Jahren beim ZIID will Samuel Behloul eine neue berufliche Herausforderung annehmen.»

Schwerpunkt Migrationskirchen

Behloul befasste sich im ZIID insbesondere mit den neu entstandenen christlichen Gemeinschaften mit Migrationshintergrund. Per 1. September wird er die römisch-katholische Gemeindeleitung im multireligiösen Pastoralraum Aarau übernehmen. Die Vakanz beim ZIID solle so schnell wie möglich neu besetzt werden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Das ZIID ist 2015 aus dem Zürcher Lehrhaus hervorgegangen. Es sieht sich dem interreligiösen Dialog verpflichtet und will diesen durch verschiedene Bildungsangebote im Alltag integrieren. Das Institut wird von der reformierten und der katholischen Landeskirche sowie von der Stadt Zürich finanziell unterstützt. (no)