ZH: 27 Pfarrpersonen schalten Inserat gegen Durchsetzungsinitiative

In der «Zürichsee-Zeitung» vom 5. Februar haben 27 Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Bezirk Meilen ein Inserat gegen die Durchsetzungsinitiative der SVP veröffentlicht.

Bei Annahme der «Durchsetzungsinitiative» können Familien auseinander gerissen werden.
Nach Annahme der «Durchsetzungsinitiative» können Familien auseinandergerissen werden. (Bild: Mattbuck/Wikimedia)

In der gleichen Ausgabe der Zeitung erschien auch ein Artikel zu dieser Aktion. Darin wird die Erstunterzeichnerin des Inserats, die Meilemer Pfarrerin Jacqueline Sonego Mettner, zitiert: «Wir fänden es fatal, wenn die Initiative angenommen würde.» Sie glaube, dass das politische Engagement mit ihrer kirchlichen Funktion vereinbar sei. Man habe im Inserat auf die Pfarrtitel bewusst verzichet, denn die Pfarrpersonen seien auch Staatsbürger, die sich frei äussern dürften. Offenbar haben nicht alle angefragten Pfarrer mitgemacht, wie Sonego Mettner der Zeitung weiter sagte.

Der SVP-Präsident des Bezirks Meilen, Christian Hurter, zeigte sich gemäss Zeitung wenig erfreut von der Aktion, während der Sprecher der Zürcher Landeskirche, Nicolas Mori, darin nichts Verwerfliches sieht: «Unzulässig wäre es, wenn sie in der Kirche reine politische Propaganda betreiben oder Kirchgemeinden Steuermittel dafür einsetzen würden», zitiert ihn die «Zürichsee-Zeitung».