Bei vielen Initiativen sei es richtig, dass Kirchen auf Stellungnahmen und Abstimmungsparolen verzichteten und dies den politischen Parteien und Interessenverbänden überliessen, heisst es in der Stellungnahme der Schaffhauser Kirchen. Unterzeichnet ist sie vom reformierten Kirchenrat, dem Dekanat und verschiedenen Mitgliedern des Pfarrkonvents. Ebenso unterstützt wird sie vom katholischen Dekanat Schaffhausen und dem Pfarramt und Vorstand der Christkatholischen Kirchgemeinde.
Würde ist unantastbar
Bei der Durchsetzungsinitiative sei es nötig, aus christlicher und kirchlicher Sicht Stellung zu nehmen, da die Initiative an Grundlagen des politischen Systems der Schweiz rühre, die wesentlich geprägt seien vom christlichen Menschenbild und Rechtsverständnis, heisst es in der Stellungnahme. Die Initiative bestreite die individuelle Würde des Menschen, da sie das Rechtsprinzip der «Verhältnismässigkeit» in Frage stelle. Diese Würde sei gemäss schweizerischer Verfassung unantastbar.
Ungleichbehandlung inakzeptabel
Ebenfalls zur Durchsetzungsinitiative äussert sich am Mittwoch die evangelisch-methodistische Kirche. Sie begründet die Ablehnung jedoch damit, dass die Ungleichbehandlung von in der Schweiz wohnenden Menschen nur auf Grund unterschiedlicher Herkunft und nationaler Wurzeln aus christlich-methodistischer Sicht inakzeptabel sei.
Die Stellungnahmen im Wortlaut: