Zehn beste Bücher
Der Rummel um Weihnachten ist vorbei, doch der Alltag hat uns noch nicht wieder. Die Tage um den Jahreswechsel sind eine Art Dazwischen, eine Zeit des Rückzugs und der Gemütlichkeit. Sie bieten Gelegenheit, um durch die Stadt zu schlendern, Glühwein zu trinken und mit Bekannten zu plaudern. Und sich abends bei Kerzenschein oder einem Kaminfeuer aufs Sofa zu legen.
Gute Bücher dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Mit den Tipps von ref.ch finden Sie schnell die passende Lektüre – vom Sachbuch über den Jugendbuchklassiker bis hin zum Krimi ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Für Menschenfreunde

Leo und Simon sind seit Jahren ein Paar – und das allein scheint sie auszumachen. Sie sind wie zwei entwurzelte Bäume, die ineinander wachsen, um nicht umzufallen. Doch eines Nachts kommt Simon spät nach Hause, mit einem neuen Tattoo und einem Verhalten, das Leo so gar nicht einordnen kann. Von da an beginnt eine Abwärtsspirale, die alles in die Tiefe reisst, was den beiden jemals etwas bedeutet hat.
Das Buch ist aufgebaut wie ein Thriller: Schon zu Beginn ist klar, dass Simon etwas Schlimmes tun wird, wobei lange im Dunkeln bleibt, was genau das sein wird. Die Kapitel bis zu diesem Ereignis lesen sich wie ein Countdown. Doch eigentlich geht es in dem Buch nicht um Spannung. Im Zentrum steht vielmehr eine psychische Erkrankung und die Frage, wie eine Beziehung die damit einhergehende Belastung überleben kann.
«Ich bin nicht da» der belgischen Autorin Lize Spit ist spannend, aufwühlend und schonungslos in der Beschreibung sowohl der Liebe als auch der Angst, der Überforderung und des Ekels. Etwas vom Besten, was man lesen kann, wenn man ein Herz für die Menschen hat – und für die inneren Krisen, die sie ab und an durchleben. (vbu)
Lize Spit: «Ich bin nicht da». S. Fischer, Berlin 2022; 576 Seiten; 34.90 Franken.
Das letzte Werk?

Schriftsteller sind häufig sensible Beobachter. Sie machen sich ihren eigenen Reim auf ihre Zeit. Manchmal ist es fast unheimlich, wie gut sie die Vorzeichen gelesen haben. Maxim Biller ist nicht nur Schriftsteller, er ist auch Kolumnist bei der Wochenzeitung «Die Zeit». Dort schrieb er im März 2022, einen Monat nach dem russischen Angriff auf die Ukraine: «Kurz vor dem Ukraine-Krieg habe ich ein Buch zu Ende geschrieben – mein letztes. Denn ich höre auf zu schreiben.» Er wolle kein Schriftsteller mehr sein. Billers Werk dreht sich um das Leben des Einzelnen im Totalitarismus. Er habe gehofft, durch seine Texte die Welt ein bisschen besser zu machen. Doch angesichts der Angriffe auf Kiew oder Cherson schrieb er: «Das ganze Schreiben war völlig umsonst!»
Dieses letzte Buch ist «Mama Odessa». Es handelt unter anderem von der Beziehung zwischen Mischa Grinbaum, dessen Mutter Aljona und der Stadt Odessa. Wie so häufig erzählt Biller nahe an der eigenen Biographie. Mischa ist Schriftsteller, der über seine Mutter schreibt: «Mama wurde als Schriftstellerin geboren, aber sie wurde es zu spät, um wirklich eine zu werden.» Vor ihrem Tod konnte sie nur einen Erzählband veröffentlichen.
Zeit ihres Lebens sehnte sich die Mutter nach der Stadt Odessa mit ihren vielen Kulturen und Ethnien. Die Grinbaums wurden vom sowjetischen Geheimdienst KGB drangsaliert und flüchteten schliesslich. Nicht mit einem gekidnappten Flugzeug nach Israel, wie es Mischas Vater geplant hatte, sondern nach Deutschland. Auf 240 Seiten erzählt Biller von Heimatlosigkeit, von Krieg und Judenvernichtung. Er springt elegant durch die Zeiten und wechselt manchmal abrupt zwischen Komik und Tragik. Am Ende hofft man, Biller bleibe doch Schriftsteller. (dst)
Maxim Biller: «Madam Odessa». Kiepenheuer & Witsch, Köln 2023; 240 Seiten; 33.90 Franken.
Literarische Bettmümpfeli

Sich für etwas entscheiden zu müssen, kann mühsam sein. Auch Frau Wiese, die Nachbarin der Ich-Erzählerin in «Kummer aller Art», ringt gerade mit einer Entscheidung. Sie hat das Für und das Wider mittlerweile so oft aufgezählt, dass ihr gar nicht mehr klar ist, um was es eigentlich geht. Nun starrt sie bewegungslos auf ihr ungelöstes Problem wie ein Reh ins Scheinwerferlicht. Und es wirkt, als habe nicht Frau Wiese die Entscheidung in der Hand, sondern die Entscheidung Frau Wiese.
Es sind alltägliche Sorgen, mit denen sich die Figuren in diesem Buch herumschlagen. Wir kennen sie alle, manche rauben einem den Schlaf. In Mariana Lekys Kurzgeschichten, die zuerst in Kolumnenform in «Psychologie heute» erschienen sind, werden die Leute ihren Kummer zwar selten ganz los. Auch Frau Wiese wird letztlich niemand die Entscheidung abnehmen. Doch die Autorin lässt uns aus einem anderen Blickwinkel auf unsere Mitmenschen und ihre Alltagsprobleme schauen: mit Feingespür, Empathie und Humor – aber ohne sich über jemanden lustig zu machen.
Das gelingt Leky in den jeweils nur dreieinhalb Seiten langen Texten manchmal so gut, dass man schon nach einer Kurzgeschichte das schöne Büchlein zufrieden zuschlägt und auf die eigenen Sorgen etwas gelassener schaut. Als Bettlektüre genau das Richtige. Zur Weihnachtszeit sowieso. (hz)
Mariana Leky: «Kummer aller Art». DuMont, Köln 2022, 176 Seiten; 31.90 Fr.
Ein Klassiker neu illustriert

Otfried Preusslers Geschichte vom Waisenjungen Krabat, der zu einem Müller in die Lehre geht und von diesem in die Schwarze Kunst eingeführt wird, zieht seit Generationen Kinder und Erwachsene in ihren Bann. Die düstere Parabel auf die Verführbarkeit des Menschen durch die Macht ist seit ihrem Erscheinen 1971 mehrfach verfilmt und in mehr als 30 Sprachen übersetzt worden. Zum hundertsten Geburtstag Preusslers – er ist vor zehn Jahren verstorben – ist nun eine opulente Neuausgabe mit Illustrationen des iranisch-stämmigen Künstlers Mehrdad Zaeri erschienen.
Die rund 80 Kohlezeichnungen überzeugen durch ihre Ausdruckskraft und fügen sich perfekt in den unheimlichen Grundton des Romans – so etwa das Bild des Müller-Meisters, wie er mit schwarzer Augenklappe düster über ein Buch gebeugt sitzt. Nicht selten sind Hintergründe und Landschaften nur angedeutet und verschwommen, sodass dem Leser genügend Raum bleibt, die eigene Fantasie spielen zu lassen.
Zaeri, der als Jugendlicher mit seiner Familie aus dem Iran floh, betonte in einem Interview, für ihn sei «Krabat» vor allem eine Warnung davor, den populistischen Meistern auf der Welt in die Fänge zu geraten. Anlass, den Jugendbuchklassiker wieder zu lesen, gibt es aktuell also genug. (no)
Otfried Preussler: «Krabat». Mit Bildern von Mehrdad Zaeri. Thienemann, Stuttgart 2023; 320 Seiten; 39.90 Franken
«Grünes Schrumpfen» statt unendliches Wachstum

In einer Zeit, in der Ausrufezeichen die Diskussion um den Klimaschutz bestimmen – Flugscham! Klimakleber! Stromlücke! – tut es gut, ein Buch zu lesen, das ebenso unaufgeregt wie nachvollziehbar und schlüssig geschrieben ist. Die deutsche Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann beschreibt in «Das Ende des Kapitalismus», wie eng die Klimakrise mit der herrschenden Wirtschaftsordnung verbunden ist. Sie fordert ein Umdenken. Dabei hat sie an sich nichts gegen den Kapitalismus – ausser dass er unendliches Wachstum in einer endlichen Welt benötige, was zu Lasten von Natur und Klima gehe.
Die Autorin führt mit leichter Hand durch die Geschichte der Industrialisierung und erklärt nebenbei, weshalb der Wohlstand so ungleich verteilt ist auf der Welt. Hermann weist einen Weg aus der Klimakrise: «Grünes Schrumpfen» statt Wachstum sowie der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft, in der nur so viel produziert wird, wie sich recyclen lässt. Am Ende sollen die Länder klimaneutral sein.
Was Herrmann beschreibt, ist nicht leicht, liesse sich aber geordnet durchführen. Das Leben würde sich verändern, man müsste sich einschränken – daraus macht die Autorin keinen Hehl. Doch sie ist zuversichtlich: «Niemand würde hungern und das Leben wäre weiterhin schön». Das möchte man ihr glauben. (dst)
Ulrike Herrmann: «Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind und wie wir in Zukunft leben werden». Kiepenheuer & Witsch, Köln 2022; 352 Seiten; 28.30 Franken.
Page-Turner aus dem hohen Norden

Die besten Krimis schreiben bekanntlich die Skandinavier, und unter diesen ist Yrsa Sigurdardóttir so etwas wie die ungekrönte Königin. Die Isländerin bringt beinahe jährlich ein neues Buch heraus, das zuverlässig in den Bestseller-Listen landet. Besonders beliebt sind ihre Krimis um Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freyja. Nun sind jedoch in kurzer Folge zwei Bücher ausserhalb der Reihe erschienen, wobei das neuere, «Nacht», etwas stärker wie ein klassischer Ermittlerkrimi angelegt ist.
Die Handlung ist schnell erzählt: Auf einem Hof an einem einsamen Fjord findet die Polizei vier Leichen. Eine weitere Person wird vermisst, dazu kommen Anzeichen, dass nach den Morden noch jemand im Haus gelebt hat.
Die Erzählung wechselt zwischen der Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit hin und her. In den Wochen, die der Bluttat vorangehen, kommt eine junge Frau auf das Anwesen, um im Haushalt zu helfen und die Kinder der Familie zu betreuen. Bald schon fällt ihr das merkwürdige Verhalten der Eltern auf, ausserdem verschwinden ständig Dinge, um an den seltsamsten Orten wieder aufzutauchen. Befindet sich etwa noch eine weitere Person auf dem Hof? Oder sind hier gar übernatürliche Kräfte am Werk?
Wie schon in früheren Werken webt Sigurdardóttir auch in «Nacht» eine Portion gespenstischen Grusel in ihren Krimi ein. Ein absoluter Page-Turner und genau das Richtige für einen kalten, dunklen Winterabend. (vbu)
Yrsa Sigurdardóttir: «Nacht». btb, München 2023; 432 Seiten; 26.90 Franken.
Bildstarke Fluchtgeschichten

«Games» – so nennt Ziya seine Versuche, über eine Landesgrenze zu kommen. Doch für ihn waren diese «Games» alles andere als ein Spiel. Sondern, wie er in der Graphic Novel mit dem gleichnamigen Titel sagt: «Eine Art, mein Schicksal auf die Probe zu stellen.»
Der Flüchtling aus Afghanistan hat viele «Games» gebraucht, bis er es in die Schweiz geschafft hat. Er wurde abgewiesen, ausgeraubt, verhaftet, und überquerte mit einem Gummiboot das Meer. Alle im Boot hätten Angst gehabt, erzählt Ziya auf einer der 96 bildstarken Seiten. «Ich nicht. Ich habe so viel Schlimmes erlebt, habe Angst gehabt, von einem Taliban getötet zu werden. Aber ich hatte keine Angst, bei etwas zu sterben, was ich so dringend erreichen wollte.»
Ziya ist einer von fünf Afghanen, die dem Illustrator Patrick Oberholzer ihre Fluchtgeschichte erzählt haben. Der Winterthurer hat sie aufgeschrieben, nachrecherchiert und gezeichnet. Um die Erlebnisse der fünf Protagonisten möglichst realistisch darzustellen, hat er die Entwürfe mit ihnen besprochen und verfeinert.
Dazu sammelte Oberholzer Daten und Hintergründe. Auf Extraseiten liest man über Fluchtgründe, Routen und die praktische Organisation einer Flucht. Über einen QR-Code kann zudem Unterrichtsmaterial heruntergeladen werden. So ist «Games» ein Buch geworden, das sich nicht nur in Oberstufenschulzimmern gut macht, sondern auch jenen einen neuen Zugang zum Thema verschafft, die schon viel über die Flüchtlingskrise gelesen haben. (hz)
Patrick Oberholzer: «Games. Auf den Spuren von Flüchtenden aus Afghanistan». Splitter, Bielefeld 2023, 96 Seiten, 34.90 Fr.
Ein brillantes Sprachexperiment

Twyla und Roberta lernen sich als Achtjährige in einem Kinderheim kennen. Sie werden Freundinnen, verlieren sich später jedoch aus den Augen – zu unterschiedlich sind ihre Lebenswege. Die eine stammt aus schwierigen Verhältnissen, die andere aus einer frommen Familie. Die eine bleibt länger im Heim, die andere wird nur zeitweise dort untergebracht, weil die Mutter krank ist. Die eine ist weiss, die andere schwarz. Doch welche ist welche?
Die 2019 verstorbene Nobelpreisträgerin Toni Morrison hat mit ihrer einzigen Erzählung «Rezitativ» ein Experiment gewagt: Sie hat alle Hinweise auf die Hautfarbe der Mädchen getilgt. Als Leserin versucht man krampfhaft, aus der übrigen Beschreibung herauszulesen, wer schwarz und wer weiss sein könnte: Passt die Frömmigkeit eher zu einer afroamerikanischen Familie? Ist Twyla ein weisser Name – und gibt es so etwas überhaupt?
Auf brillante und zugleich einfache Weise entlarvt Morrison in «Rezitativ» den menschlichen Drang, alles zu kategorisieren, und lässt uns damit über unsere eigenen Vorurteile stolpern. Die Erzählung aus dem Jahr 1983, die 2023 erstmals auf Deutsch erschienen ist, wird abgerundet durch ein Nachwort von Zadie Smith. (vbu)
Toni Morrison: «Rezitativ». Rowohlt, Hamburg 2023; 96 Seiten; 23.90 Franken.
Eine bessere Welt ist möglich

Befindet sich die Welt in der Krise, lauten zwei beliebte Erklärungen, dass die menschliche Natur Schuld daran trägt oder der Mensch in seiner Geschichte irgendwann einmal die falsche Abzweigung genommen hat – Stichwort Erbsünde oder Landwirtschaftliche Revolution. Beide Erklärungen seien deprimierend, falsch und langweilig, finden der Anthropologe David Graeber und der Archäologe David Wengrow.
In ihrem Buch «Anfänge – eine neue Geschichte der Menschheit», schlagen sie eine alternative Erzählung vor. Schon immer und überall hätten die Menschen sich bewusst mit der Frage auseinandergesetzt, wie sie zusammenleben möchten – nicht erst seit der Aufklärung und nicht nur in Europa. Und schon seit eh und je habe der Homo Sapiens mit gesellschaftlichen Modellen experimentiert, sie weiterentwickelt oder verworfen. Manche Menschen hätten sich etwa entschieden, wieder zu jagen, statt Landwirtschaft zu betreiben. Andere hätten je nach Saison in kleinen Dörfern mit autoritären Anführern oder Städten ohne soziale Rangordnung gelebt. Und häufig hätten sich Nachbarn mit verschiedenen gesellschaftlichen Modellen voneinander abgegrenzt.
Es sind solche Erkenntnisse, die gegen einen historischen Determinismus und für die menschliche Freiheit sprechen. Wenn uns die aktuelle Lage zuweilen als ausweglos erscheint und wir den Eindruck haben, wenig bewirken zu können, ist das Buch von Graeber und Wengrow eine wichtige Erinnerung daran, das eine andere Welt möglich ist. (pef)
David Graeber, David Wengrow: «Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit». Klett Cotta, Stuttgart 2022; 672 Seiten; 32.30 Franken.
Erinnerungen einer grossen Literatin

Dieses Buch hat alles: Humor, Romantik, Spannung, Trauer – es ist schwere Kost, und lässt einen nach der Lektüre doch leicht zurück. Die Autorin Herta Pauli ist eine grosse Literatin, wenn auch vielen unbekannt. Geboren 1906 in Wien, war sie Teil eines literarischen Zirkels, zu dem auch Ödon von Horváth und Walter Mehring zählten.
In «Der Riss der Zeit geht durch mein Herz» verarbeitet sie Teile ihrer Lebensgeschichte: Im März 1938, rund anderthalb Jahre vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, fliehen Pauli und ihre Freunde in die Schweiz, gelangen über Zürich nach Paris. Dort sterben mehrere Mitglieder der Gruppe, von Horváth wird bei einem Gewitter auf den Champs-Élysées von einem Ast erschlagen. Pauli und Mehring schlagen sich mit dem Auto und zu Fuss bis nach Marseille durch. Die Hafenstadt droht zur Todesfalle zu werden: immer näher rücken die Nazis. Bloss zweieinhalb Jahre liegen zwischen dem Aufbruch aus Wien und der lebensrettenden Ankunft in Amerika, wohin die Flucht per Schiff schliesslich glückt.
Pauli schildert in ihren autobiografischen Erzählungen nicht nur Dramatisches, auch alltägliche Momente glücklichen Beisammenseins finden Platz; etwa die «amour fou» mit einem Franzosen. Die Schauplätze sind derart präzise beschrieben, dass innere Bilder entstehen und einem das Gefühl geben, die Geschichte selbst mitzuerleben. Die Verbindung aus intimem Tagebuch-Stil, angereichert mit Gedichten aus dem Literaten-Kreis, ist einmalig und lässt Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen. In der Erstausgabe sind die Erinnerungen 1970 erschienen, im Herbst 2022 wurden sie neu aufgelegt. Die Themen Ausgrenzung, Flucht und Neuanfang haben an Brisanz nichts verloren – gerade deshalb lohnt es sich das Buch zu lesen. (jow)
Hertha Pauli: «Der Riss der Zeit geht durch mein Herz. Erinnerungen». Paul Zsolnay, Wien 2022; 256 Seiten; 38.90 Franken.