Sudan

WHO verurteilt Angriff auf Kinderklinik

Seit Tagen dringen Berichte über Kriegsverbrechen aus der sudanesischen Darfur-Region nach aussen. Nun wurde laut Weltgesundheitsorganisation ein weiteres Krankenhaus angegriffen.

Bei einem Angriff auf ein Kinderkrankenhaus in der sudanesischen Darfur-Region sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens vier Menschen, darunter auch Kinder, getötet und drei weitere verletzt worden.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte auf der Internetplattform X einen Stopp der Attacken gegen das Gesundheitswesen. Der sudanesische Ärzteverband «Sudan Doctors Network» macht die paramilitärische RSF-Miliz für die Attacke verantwortlich.

Im Sudan wird seit April 2023 ein Krieg zwischen der regulären Armee und der RSF-Miliz ausgetragen, der eine der schwerwiegendsten humanitären Katastrophen der jüngeren Vergangenheit ausgelöst hat. Zuletzt hatte die RSF die Stadt Al-Faschir und weitere Gebiete in Nord-Darfur unter ihre Kontrolle gebracht. Es gibt Berichte über Hinrichtungen und Massaker an der Zivilbevölkerung. Erst vergangene Woche hatte die WHO einen Angriff auf ein Krankenhaus in Al-Faschir mit mehr als 460 Toten öffentlich gemacht (ref.ch berichtete).

Ein Sprecher der Vereinten Nationen sagte, es gebe weiter glaubhafte Berichte über Hinrichtungen und sexualisierte Gewalt in Al-Faschir. Der internationale Strafgerichtshof sammelt Beweise für die mutmasslichen Verbrechen und rief zur Mithilfe auf. Grundlage für die Ermittlungen des Weltstrafgerichts mit Sitz im niederländischen Den Haag ist ein Mandat von 2005. (epd/ dst)

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