WHO

Über eine Milliarde Menschen leiden an psychischen Erkrankungen

Weltweit leben laut WHO über eine Milliarde Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Angstzuständen oder Depressionen. Die Organisation fordert Regierungen zum Handeln auf.

Angstzustände und Depressionen sind laut den Vereinten Nationen die häufigsten Störungen der mentalen Gesundheit. Insgesamt leben über eine Milliarde Menschen mit psychischen Erkrankungen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf mit. Diese seien in allen Ländern und Gemeinschaften verbreitet, Menschen jeden Alters und jeder Einkommensschicht seien betroffen, heisst es in einem neuen WHO-Bericht. Frauen seien insgesamt überproportional betroffen.

Die Erkrankungen stellten die zweithäufigste Ursache für langfristige Behinderungen dar und trügen zum Verlust gesunder Lebensumstände bei. Sie verursachten hohe Behandlungskosten für Betroffene und ihre Familien und führten zu erheblichen volkswirtschaftlichen Verlusten. Nach Schätzungen fielen durch Depressionen und Angstzustände weltweit jährliche Kosten von 1000 Milliarden US-Dollar an.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus verlangte Investitionen in die psychische Gesundheit. «Jede Regierung und jeder Politiker hat die Verantwortung, dringend zu handeln und sicherzustellen, dass die psychische Gesundheitsversorgung nicht als Privileg, sondern als Grundrecht für alle behandelt wird», sagte Tedros. (epd/ gab)

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