VD: Kirchenbesetzer wechseln in katholische Kapelle

Eine Gruppe von Asylsuchenden, die in Lausanne bisher Räume einer reformierten Kirchgemeinde besetzte, hat Unterschlupf in einer katholischen Pfarrei gefunden. Die katholische Kirche des Kantons meldet Widerstand an.

Hinter diesen Türen suchten abgewiesene Asylbewerber Schutz: Die reformierte Kirche Saint-Laurent im Stadtzentrum von Lausanne. (Bild: Rama/Wikimedia)

Seit dem 8. März 2015 besetzte eine Gruppe Asylsuchender die reformierte Kirche Saint-Laurent in Lausanne. Die reformierte Kirche des Kanton Waadt (EERV) kritisierte die Aktion von Beginn an und beschuldigte das «Collectif R», das die Aktion veranlasst hat, der politischen Instrumentalisierung. Nun haben sich die Kirchenbesetzter am Dienstag, 26. April, in der Kapelle Mon-Gré in Lausanne niedergelassen.

Kein adäquater Geprächspartner

Während der Pfarrer der Pfarrei Sacré-Cœur sie willkommen hiess, geht die Katholische Kirche im Kanton Waadt (ECVD) auf Distanz. Sie erachte das «Collectif R» als keinen adäquaten Geprächspartner, erklärte der Sprecher der ECVD, Jean-Brice Willemin, gegenüber cath.ch. Das Kollektiv befinde sich auf einem Weg der Konfrontation und des Kräftemessens. Zum Dialog sei es nicht bereit. Willemin verwies auf eine «sehr produktive  Zusammenarbeit» zwischen katholischer und reformierter Kirche mit den staatlichen Behörden. Die Pfarrei Sacré-Cœur habe das Bischofsvikariat über die Aktion informiert. Dieses habe seinerseits der Pfarrei seinen Widerstand angemeldet. (kath.ch)