Krieg im Nahen Osten
Waffenruhe zwischen USA und Iran
Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA mit sofortiger Wirkung. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe auch im Libanon und andernorts zugestimmt, schrieb der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif auf X. Die Waffenruhe blieb am Mittwoch jedoch brüchig, mehrere Länder, darunter auch der Iran, meldeten Angriffe.
Sharif lud Delegationen aus den USA und Iran für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln sollen.
Beide Seiten hätten in den Gesprächen «bemerkenswerte Weisheit und Verständnis» bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt. Irans Nachbarland Pakistan hatte im Krieg zwischen Vertretern aus Washington und Teheran vermittelt.
Trump hatte zuvor damit gedroht, den iranischen Energiesektor sowie die Infrastruktur wie Brücken anzugreifen, sollte die Führung des Landes keinem Abkommen zustimmen oder die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Strasse von Hormus zu öffnen. Trump hatte der Führung in Teheran dafür eine Frist bis 2 Uhr Schweizer Zeit in der Nacht zum Mittwoch gesetzt.
Unter der Voraussetzung, dass die Islamische Republik Iran «der vollständigen, sofortigen und sicheren Öffnung der Strasse von Hormus zustimmt, stimme ich zu, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Der US-Präsident hatte Teheran bereits dreimal ein Ultimatum auferlegt und diese jedes Mal wieder verschoben. Bei seiner neuesten Ankündigung vermied Trump diesmal eine konkrete Frist für eine Einigung mit dem Iran. Er schrieb lediglich: «Ein Zeitraum von zwei Wochen wird es ermöglichen, das Abkommen endgültig zu formulieren und abzuschliessen.» (dpa/ sda/ gab)