Gesamtkirchgemeinde Bern

Unternehmens­steuern bescheren Millionengewinn

Die Evangelisch-reformierte Gesamtkirchgemeinde Bern hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund sieben Millionen Franken erzielt. Für das Plus sorgten hohe Einnahmen aus den Unternehmenssteuern. Es gibt aber noch einen zweiten Grund.

Gute Neuigkeiten gibt es von der Gesamtkirchgemeinde Bern. Ihre Jahresrechnung 2020 schliesst mit einem Gewinn von 7,2 Millionen Franken. Dabei hatten die Berner einen Verlust von 700'000 Franken erwartet, wie es in einer Mitteilung vom 17. Juni heisst.

Grund dafür waren insbesondere hohe Erträge aus den Unternehmenssteuern. Darüber hinaus trug die Corona-Pandemie zu dem guten Ergebnis bei. Zahlreiche Veranstaltungen und Projekte mussten demnach im vergangenen Jahr ausfallen oder verschoben werden. Grosse Bauprojekte werden zudem vorläufig nicht realisiert, weil unklar ist, was mit den Liegenschaften geschieht, heisst es weiter.

Uneinigkeit über Liegenschaften

Schon länger ist klar, dass die Stadtberner Kirchgemeinden bei den Liegenschaften sparen müssen. Insgesamt sollen bis 2036 rund 35 Millionen Franken beim Unterhalt der Gebäude eingespart werden. Wie das genau geschehen soll, darüber sind sich die Verantwortlichen aber uneins. Im März stimmte der Grosse Kirchenrat deshalb dem Dialogprozess «Liegenschaftsstrategie 2025» zu. Dieser soll bis im Frühjahr 2022 zu einer gemeinsamen Strategie führen (ref.ch berichtete).

Realisiert werden sollen hingegen zwei Bauprojekte, die mit dem laufenden Strategieprozess vereinbar seien, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Demnach genehmigte der Grosse Kirchenrat einen Studienauftrag für die Sanierung eines Bauensembles in der Kirchgemeinde Markus. Zudem bewilligte er die Anschubfinanzierung für ein geplantes Sozialzentrum in der Kirchgemeinde Frieden. (no)