Uno legt lange Liste mit Verstössen gegen Menschenrechte vor

Der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte klagt Menschenrechtsverstösse weltweit an und macht Politiker dafür verantwortlich.


In mehr als 50 Ländern weltweit sind aus Sicht der Uno die Menschenrechte bedroht oder werden auf brutale Weise missachtet. Verantwortlich für diese Entwicklung seien Politiker mit äusserst bedenklichen Zügen, sagte der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, als er am 7. März in Genf seinen Jahresbericht präsentierte.

Solche Politiker seien von autoritärer Natur, gerissene politische Nahkämpfer, aber meist von geringem Geist und vager Menschlichkeit, geneigt Zwietracht und Intoleranz zu säen und das alles allein um ihrer politischen Ambitionen willen, sagte al-Hussein weiter.

«Katastrophaler Kurs»

Der Uno-Hochkommissar beklagte erneut die verheerende Situation in Syrien. Die Belagerung von Ost-Ghuta, wo rund 400’000 Zivilisten eingeschlossen sein sollen, sei nicht zu rechtfertigen. «Es ist höchste Zeit, den katastrophalen Kurs umzukehren», sagte al-Hussein. Auch im Jemen, in Libyen, den Philippinen und Myanmar werde gegen die Menschenrechte verstossen.

In Myanmar gebe es Anzeichen, dass die ethnischen Säuberungen weitergingen. Offenkundig versuche die Regierung, einst überfallene Dörfer der muslimischen Minderheit der Rohingya sowie mögliche Massengräber mit Bulldozern einzuebnen. «Das scheint ein bewusster Versuch der Behörden zu sein, Beweise für mögliche Verbrechen, eingeschlossen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, zu zerstören.» (sda/pd)