Unicef besorgt über Lerndefizite bei ukrainischen Schülern
Da die Jungen und Mädchen in der Ukraine seit bald vier Jahren keinen regulären und dauerhaften Unterricht in Präsenz gehabt haben, zeigen sie schlechtere Sprachkenntnisse, Defizite beim Lesen und in der Mathematik. Das ergibt eine Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef.
Sie zeigt auf, dass aktuell nur ein Drittel der ukrainischen Schulkinder im Grund- und Sekundarschulalter reinen Präsenzunterricht erhält. Ein Drittel lernt mittels einer Mischung aus Präsenz- und Online-Unterricht, und ein Drittel lernt vollständig online.
Zwei von drei Kindern im Vorschulalter besuchen momentan keinen Kindergarten, schreibt Unicef. Wichtige frühkindliche Kenntnisse könnten ihnen somit nicht vermittelt werden. In der Nähe der militärischen Frontlinien schickten drei Viertel der Eltern ihre Kinder nicht in den Kindergarten.
Das Kinderhilfswerk arbeitet nach eigenen Angaben mit der ukrainischen Regierung am Wiederaufbau des Bildungswesens. Dazu gehören auch die Sanierung von Schulen und der Nachholunterricht in den Kernfächern. (epd/ dst)