Politik

Ungarn will im EU-Ratsvorsitz illegale Migration bekämpfen

Unter dem Motto «Make Europe great again» präsidiert Ungarn ab Juli sechs Monate lang den EU-Rat. Mehr Rückführungen von Migranten sind dabei eine Priorität.

Ungarn übernimmt zum 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft und betrachtet die «Bekämpfung der illegalen Migration» als eine der sieben Prioritäten der EU-Politik für die kommenden sechs Monate. Das erklärte ein Sprecher der ungarischen Regierung vor den Medien.

Es bedürfe einer wirksamen Zusammenarbeit mit EU-Nachbarländern sowie mit den wichtigsten Herkunfts- und Transitländern, um Migration nach Europa zu bekämpfen und die Zahl der Rückführungen zu erhöhen, sagte der Sprecher. Der Migrationsdruck stelle «eine enorme Belastung für die einzelnen Mitgliedstaaten dar, insbesondere für diejenigen an den Aussengrenzen der Union». Das Motto der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft lautet: «Make Europe great again».

Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union rotiert alle sechs Monate unter den 27 EU-Staaten. Es ist das Gremium, in dem die Minister der Mitgliedstaaten Gesetze verabschieden und die Politik der EU koordinieren. (epd/ dst)