Krieg in der Ukraine
UN melden hunderte verletzte Zivilisten durch russische Angriffe
Mindestens 70 Zivilistinnen und Zivilisten sind seit Beginn des Monats Mai laut den UN durch Angriffe Russlands in der Ukraine getötet worden. Mehr als 500 weitere Menschen aus der Zivilbevölkerung hätten durch die Attacken Verletzungen erlitten, teilte die UN-Mission zur Beobachtung der Menschenrechte in der Ukraine in Kiew mit.
Das Ausmass der Opferzahlen sei ebenso alarmierend wie der Umfang des Beschusses, erklärte die Missionschefin Danielle Bell. Die Russen hätten Menschen in 14 ukrainischen Regionen verletzt und getötet, auch im Westen des Landes.
Viele der Angriffe seien tagsüber in urbanen Zentren mit schweren Waffen erfolgt. Etliche der getöteten und verletzten Menschen seien ganz normalen Tätigkeiten nachgegangen, sie hätten eingekauft oder gearbeitet.
Unter den Opfern befinden sich den Angaben nach auch Rettungskräfte und Ersthelfer. Sie seien zu Orten mit angegriffenen Menschen geeilt, die dann ein zweites Mal attackiert worden seien. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte seiner Armee im Februar 2022 befohlen, die Ukraine grossflächig anzugreifen. UN-Ermittler werfen den Invasoren das massenweise Verüben von Kriegsverbrechen vor. (epd/ dst)