UN-Generalsekretär warnt vor vermehrtem Hass

UN-Generalsekretär Antonio Guterres ortet einen zunehmenden Antisemitismus. Daran schuld sei auch die Anonymität des Internets.


Neonazi-Gruppen und Fanatiker hätten grossen Zulauf, erklärte UN-Generalsekretär Antonio Guterres in New York aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktages. Hass richte sich gegen Muslime, Migranten und Flüchtlinge und mache selbst vor Kindern nicht halt.

Neonazis und weisse Rassisten nutzten vermehrt das Internet, um dort ihre Parolen zu verbreiten, sagte Guterres in einer Zeremonie bei den Vereinten Nationen. Die Anonymität des Netzes spiele den Extremisten in die Hände.

Gräueltaten dürften nicht bagatellisiert werden

Der UN-Generalsekretär rief die Völkergemeinschaft auf, die Gräueltaten und den Massenmord der Nazis an den Juden nicht zu vergessen. Diese Verbrechen dürften auch nicht bagatellisiert werden.

Die UN erinnern jährlich zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar an den Judenmord des Hitler-Regimes. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz. Allein dort hatten die Nationalsozialisten rund 1,1 Millionen Menschen ermordet. (epd/bat)