«Die Todesstrafe hat keinen Platz im 21. Jahrhundert»

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat alle Mitgliedstaaten der UNO aufgefordert, die Todesstrafe abzuschaffen. Sie wirke weder abschreckend, noch lindere sie das Leid der Opfer.


«Ich ersuche alle Staaten, die an dieser barbarischen Praxis festhalten: Bitte stoppen Sie die Exekutionen», sagte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am 10. Oktober aus Anlass des Internationalen Tages gegen die Todesstrafe in New York.

Justizirrtümer möglich

«Die Todesstrafe hat keinen Platz im 21. Jahrhundert», sagte Guterres. Die Strafe wirke nicht abschreckend, lindere nicht das Leid der Opfer und berge zudem das Risiko von Justizirrtümern.

Der Generalsekretär begrüsste, dass 170 von 193 UNO-Mitgliedstaaten die Todesstrafe abgeschafft oder ausgesetzt haben. Im Jahr 2016 seien die Hinrichtungen im Vergleich zum Vorjahr weltweit um 37 Prozent zurückgegangen. Guterres verwies auch auf Gambia und Madagaskar, wo die Todesstrafe im vergangenen Monat abgeschafft wurde.

In China werden weltweit die meisten Todesurteile vollstreckt, gefolgt vom Iran, Saudi-Arabien und dem Irak. Nach UNO-Angaben sind diese vier Länder weltweit für 87 Prozent der Hinrichtungen verantwortlich. (sda)