Vereinigte Staaten

Trump stellt sich als Verteidiger des Glaubens dar

Der US-Präsident sagt, die Kirchenbänke würden sich dank ihm wieder füllen. Ausserdem schafft er ein Gesetz ab, das den Kirchen bislang verbietet, sich parteipolitisch zu engagieren.

US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Treffen von Religions- und Unternehmensvertretern im Weissen Haus als Verteidiger des Glaubens dargestellt. Der Glaube sei unter seiner Amtsführung in die Nation zurückgekehrt, und Kirchen füllten sich allmählich wieder, sagte Trump in Washington. Kein Präsident sei so stark für Religionsfreiheit eingetreten wie er.

Der Präsident reklamierte für sich, dass seine Regierung das seiner Ansicht nach Pastoren diskriminierende sogenannte Johnson-Gesetz de facto abgeschafft habe. Nach dieser seit 1954 geltenden Vorschrift durften Kirchen und steuerbefreite Verbände nicht parteipolitisch aktiv sein.

Die Finanzbehörde IRS hatte Anfang des Monats bei einem Gerichtsverfahren zur Verfassungsmässigkeit der Regelung bekannt gemacht, dass die Vorschrift gelockert wird. Kirchen sollen «im Zusammenhang mit Gottesdiensten» Kandidaten für politische Ämter unterstützen dürfen.

Trump bekräftigte seine Ansicht, er sei bei dem Attentatsversuch gegen ihn vor einem Jahr «von Gott gerettet worden, um Amerika wieder grossartig zu machen». Seine beiden Söhne, beide gute Schützen, hätten ihm gesagt, dass er wegen der geringen Entfernung des Attentäters eigentlich keine Chance gehabt hätte. Trumps ältester Sohn Don Jr. ist ein Fan der Grosswildjagd. In der Lagune von Venedig soll er Gänse erlegt haben, deren Art unter Schutz steht, und in der Mongolei einen Schafbock einer bedrohten Wildschaf-Art.  (epd/ dst)

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