Trotz Arbeit auf Sozialhilfe angewiesen
In den Schweizer Städten sind 36 Prozent der Sozialhilfebezügerinnen mit Fluchthintergrund erwerbstätig. Im Vergleich zu den anderen Empfängern von Sozialhilfe sei die Quote damit höher, schreibt die «Städteinitiative Sozialpolitik» in einer Medienmitteilung. Gemeinsam mit der Fachhochschule Bern hat sie Zahlen zur Sozialhilfe in 14 Schweizer Städten erhoben.
Bei den Sozialhilfeempfängern ohne Fluchthintergrund beträgt die Erwerbsquote laut Bericht 23 Prozent. Wer trotz einer Erwerbsarbeit auf Sozialhilfe angewiesen ist, gilt als «Working Poor». Insgesamt sei die Zahl der Sozialhilfeempfänger in den untersuchten Gebieten gegenüber dem Vorjahr um über 2,5 Prozent gesunken. Das sei auf die gute Arbeitsmarktsituation zurückzuführen.
Wie die «Städteinitiative Sozialpolitik» schreibt, lebten in urbanen Gebieten anteilsmässig mehr Personen mit Fluchthintergrund als in den ländlichen Gebieten der Kantone – teilweise doppelt so viele. Damit trügen die Städte viel zur Integration von geflüchteten Menschen bei.
Zur «Städteinitiative Sozialpolitik» gehören rund 60 Städte. Eigenen Angaben zufolge setzt sie sich für ein «kohärentes System der sozialen Sicherung» ein. Die «Städteinitiative Sozialpolitik» ist zudem eine Sektion des Städteverbands, der die politischen Interessen von über 130 Schweizer Städten vertritt.(pef)