Tote und Verletzte bei Angriffen auf amerikanische Gläubige

Ein blutiges Wochenende in den USA: Am Samstag stach ein Mann bei einer Chanukka-Feier in New York auf jüdische Gläubige ein; am Sonntag schoss ein weiterer Angreifer in einer texanischen Kirche um sich.


Drei Menschen sind am Sonntag (Ortszeit) bei einem Angriff in einem Gottesdienst unweit der texanischen Stadt Fort Worth ums Leben gekommen. Einer der Toten in der «West Freeway Church of Christ» sei der mutmassliche Angreifer, berichteten Medien. Der Mann habe zuvor von hinten im Kirchenraum das Feuer eröffnet und zwei Personen getötet.

Die Zeitung Fort Worth Star-Telegram zitierte Augenzeugen, wonach zwei bewaffnete Gottesdienstbesucher den Angreifer erschossen haben. Die beiden seien Mitglieder des Sicherheitsteams der Kirche. Im US-Bundesstaat Texas ist es seit 2017 erlaubt, bewaffnete Sicherheitsteams in Kirchen aufzustellen.

Live im Netz übertragen

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sagte laut dem Fernsehsender CNN, er sei dankbar, dass Kirchenmitglieder schnell gehandelt hätten, um Schlimmeres zu verhindern. Mehr als 200 Menschen waren während der Schiesserei in der Kirche. Der Vorfall wurde in einem Livestream übertragen. Über die Motive für den Angriff war zunächst nichts bekannt.

Im November 2017 hatte ein Attentäter in einer Baptistenkirche im texanischen Sutherland Springs 26 Gottesdienstbesucher erschossen. Der Mann wurde von einem bewaffneten Anwohner vertrieben.

Fünf jüdische Gläubige verletzt

Auch eine jüdische Gemeinde wurde am Wochenende Opfer von Gewalt: Bei einer Messerattacke in Monsey im US-Bundesstaat New York wurden am Samstagabend fünf jüdische Gläubige verletzt. Der Angriff fand während einer Chanukka-Feier statt.

Laut Medienberichten sei der Angreifer nach der Attacke geflohen und habe versucht, in eine benachbarte Synagoge einzudringen, was ihm aber nicht gelungen sei. Noch in der Tatnacht sei er dann mit Hilfe eines automatischen Autokennzeichenlesesystems ermittelt und in New York festgenommen worden, berichtete weiter der Sender CNN.

Das American Jewish Committee äusserte Besorgnis: Man erlebe im Raum New York gegenwärtig eine «regelrechte Epidemie antisemitischer Angriffe», sagte der Vorstand David Harris am Sonntag (Ortszeit). In der Woche vor dem Blutbad sei jeden Tag mindestens ein antisemitischer Angriff verübt worden. (epd/vbu)