Thurgauer Landeskirche feiert Jahrestag der Reformation

Mit einem Festtagsgottesdienst hat die Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau den 500. Jahrestag der Reformation gefeiert. Dabei wurden die Errungenschaften der Reformation beleuchtet.


Gut 600 Gottesdienstbesucherinnen und -besucher nahmen am 31. Oktober in der evangelischen Kirche in Weinfelden am Jubiläumsgottesdienst «500 Jahre Reformation» teil. Unter den Gästen waren auch drei Regierungsräte sowie eine Mehrheit der Thurgauer Vertretung in den eidgenössischen Räten, wie es in einer Mitteilung der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau heisst.

Eingeleitet wurde der Festgottesdienst von Kirchenratspräsident und Pfarrer Wilfried Bührer. Die «Hammerschläge» an die Schlosskirchentüre von Wittenberg vom 31. Oktober 1517 hätten auch im Thurgau damals eine intensive theologische Debatte ausgelöst, wird Bührer in der Mitteilung zitiert.

Evangelium gibt Kraft

Die Predigt wurde anschliessend von Pfarrer Gottfried Locher gehalten, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes. Die Kirche habe in den vergangenen 500 Jahren viel Gutes weitergegeben, zum Beispiel an arme und kranke Menschen, hielt Locher fest. Viele Menschen hätten durch das Evangelium Kraft und neue Hoffnung für ihr Leben erfahren.

Locher thematisierte in seiner Predigt aber auch den Mitgliederschwund der Kirchen und mahnte, diesen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Es sei nicht selbstverständlich, dass Christen ihren Glauben ohne Angst leben könnten. Dies mache die Situation in der Welt deutlich. (ref.ch/bat)