Refomierte Landeskirche Thurgau

Synode schafft Grundlagen für Anlaufstelle bei sexuellen Grenzverletzungen

Sexuelle Grenzverletzungen rücken bei der Evangelischen Landeskirche Thurgau stärker in den Fokus. Mit Präventionsmassnahmen und einer Anlaufstelle.

Die Synodalen der Thurgauer Landeskirche haben an ihrer Herbstversammlung das vom Kirchenrat vorgelegte Konzept «Achtsam Kirche sein mit Leib und Seele» diskutiert. Damit die darin enthaltenen Präventionsmassnahmen von sexuellen Grenzverletzungen umgesetzt werden können, passte die Synode personalrechtliche Vorschriften an, wie es in einer Medienmitteilung vom 2. Dezember heisst. Damit wurde auch die Grundlage für die Einrichtung einer Anlaufstelle bei sexuellen Grenzverletzungen geschaffen.

Mehr Erprobungsräume schaffen

Mehr Aufmerksamkeit sollen in Zukunft auch sogenannte Erprobungsräume bekommen. Mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung sprach sich die Synode für die Schaffung einer 50-Prozent-Stelle zur Förderung von Erprobungsräumen aus. Die Fachstelle soll Kirchgemeinden begleiten, die ein Gefäss für neues Gemeinschaftsleben schaffen möchten, «in dem Glaube, Spiritualität und diakonische Gemeinschaft auf unkonventionelle Art gelebt werden kann», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Ebenfalls definitiv eingeführt wird die Fachstelle Musik in der Kirche.

Weiter gibt sich die Landeskirche ein neues Erscheinungsbild. So hat der Kirchenrat entschieden, das Erscheinungsbild dem Logo «Kreuz im Licht» der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz anzugleichen. Für die Kirchgemeinden soll dieser Schritt freiwillig bleiben. Auch wenn der Kirchenrat ein einheitliches Erscheinungsbild begrüssen würde.

Das Budget 2021 wurde einstimmig genehmigt. Der Voranschlag geht bei Einnahmen und Ausgaben im Volumen von 6,4 Millionen Franken von einem Aufwandüberschuss von 64'325 Franken aus. (bat)