St. Galler Kirche überarbeitet Schutzkonzept
Schon vor über 20 Jahren hat die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen ein Persönlichkeitsschutzkonzept eingeführt. Betroffene von Übergriffen konnten sich seither an eine unabhängige Kontaktgruppe wenden, um Unterstützung zu erhalten. Wie die Kantonalkirche nun in einer Medienmitteilung schreibt, soll das Konzept überarbeitet werden. Das habe der Kirchenrat entschieden.
Die Missbrauchsstudien der katholischen Kirche der Schweiz und der Evangelischen Kirche in Deutschland hätten gezeigt, dass das Konzept heutigen Ansprüchen nicht mehr genüge. Das neue Schutzkonzept soll unter anderem verpflichtende Schulungen für Mitarbeitende und Mitglieder von Behörden und einen Verhaltenskodex enthalten. Auch die Abläufe im Umgang mit Übergriffen sollen besser definiert werden. Das beinhalte unter anderem klare Zuständigkeiten und eine einheitliche Dokumentation der Vorfälle.
Der Kirchenrat lasse sich für die Erarbeitung des neuen Konzepts von einer externen Beratungsfirma unterstützen und plane, die Arbeit im Frühjahr 2025 abzuschliessen, heisst es in der Medienmitteilung. Anschliessend soll eine neue Melde- und Kontaktstelle ihren Betrieb aufnehmen. (pef)