Corona-Krise

St. Galler Kirche rechnet mit einem Minus

Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen budgetiert im kommenden Jahr aufgrund der Corona-Pandemie einen Verlust von rund 300’000 Franken. Noch schlechter sieht es beim Finanzausgleich aus.

Das Parlament der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen hat an seiner Wintersession in der St. Laurenzenkirche das Budget 2021 genehmigt. Dieses geht von einem Verlust von 322'000 Franken aus, wie es in einer Mitteilung vom 7. Dezember heisst. Grund dafür seien geringere Steuereinnahmen wegen der Corona-Krise.

Noch düsterer sieht die Prognose für den Finanzausgleich aus. Wegen geringerer Einnahmen aufgrund der kantonalen Steuerreform und der Pandemie rechnet der Kirchenrat mit einem Defizit von rund 2,37 Millionen Franken. Allerdings verfüge der Fonds zum Finanzausgleich über die nötigen Reserven, um den Verlust abzufedern, heisst es in der Mitteilung weiter.

Verfassungsrevision muss warten

Die vorhandenen Reserven waren auch der Grund, dass die Abgeordneten einem Antrag auf Ausbau von insgesamt drei Vollzeitstellen in der Kantonalkirche zustimmten. Von Seiten der Geschäftsprüfungskommission hiess es allerdings, dass das Budget möglichst rasch wieder ausgeglichen werden müsse.

Bis auf weiteres verschoben wurde die Debatte über eine mögliche Verfassungsrevision der St. Galler Kirche. Die Abgeordneten waren sich einig, dass eine Diskussion unter Corona-Bedingungen wenig sinnvoll sei. Die aktuelle Verfassung stammt aus dem Jahr 1974. (no)