Hilfswerke

Weniger Staatsgelder, mehr Spenden

Die Menschen in der Schweiz haben 2024 über 2 Milliarden Franken gespendet. Viele international aktive Hilfswerke sind darauf angewiesen, weil staatliche Gelder verloren gegangen sind.

Das Spendenaufkommen in der Schweiz bleibt auf hohem Niveau stabil. Im Jahr 2024 haben Hilfswerke erneut 2,25 Milliarden Franken Spenden erhalten. Das jährliche Spendenvolumen hat sich in den vergangenen 20 Jahren insgesamt verdoppelt, wie die Zertifizierungsstelle für gemeinnützige Organisationen (Zewo) mitteilt. Dies geht aus der jährlichen Spendenstatistik der Stiftung Zewo hervor.  

Im Jahr 2024 erhielten die zertifizierten Hilfswerke in der Schweiz gemäss der Mitteilung rund 2 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Davon seien 360 Millionen an Organisationen in der Romandie gegangen. Sie konnten ihre Einnahmen steigern, während Organisationen in der Deutschschweiz einen leichten Rückgang verzeichneten. Ausschlaggebend seien höhere Durchschnittsspenden von Privatpersonen sowie Beiträge von Förderstiftungen.

Zwei von drei der Zewo-zertifizierten Hilfswerke mit internationaler Tätigkeit seien von Kürzungen staatlicher Gelder in der Entwicklungszusammenarbeit betroffen, heisst es weiter. Drei Viertel hätten darauf reagiert, indem sie Hilfsprojekte reduziert oder gestoppt hätten. Ein Teil der Organisationen sehe sich in den Projektländern (28 Prozent) und in der Schweiz (22 Prozent) zu Stellenkürzungen gezwungen. (dst)

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