Deutschschweizer weniger spendabel
2022 war für die Hilfswerke ein Rekordjahr – Grund dafür waren die ausserordentlich hohen Spenden im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Verglichen damit, gingen die Spenden 2023 zwar im erwarteten Ausmass zurück, teilt die Stiftung Zewo in einem Communiqué mit. Nimmt man allerdings die Spenden für die Ukraine aus der Rechnung heraus, stieg das Spendenvolumen 2023 um sieben Prozent.
Zunahme in der Romandie
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2,25 Milliarden Franken an Hilfswerke gespendet. «Das Spendenaufkommen in der Schweiz bleibt erfreulich hoch», schreibt die Zewo dazu.
Insbesondere in der Romandie konnten die Zewo-zertifizierten Werke 2023 ein Wachstum verzeichnen, während die Spenden in der Deutschschweiz zurückgingen. Auch für die humanitäre Hilfe im Ausland gab es weniger Geld, wobei dies laut Zewo ebenfalls auf die hohen Spenden für die Ukraine 2022 zurückzuführen ist.
Markt zunehmend umkämpft
Dass sich die Spenden 2023 wieder eher im gewohnten Bereich bewegten, stellten im Frühling auch die kirchlichen Hilfswerke Heks, Caritas und Mission 21 fest (ref.ch berichtete). Gleichzeitig machten die Organisationen auch auf die zunehmende Konkurrenz auf dem stark umkämpften Spendenmarkt aufmerksam.
Die Stiftung Zewo ist eine Zertifizierungsstelle für gemeinnützige Organisationen, die in der Schweiz Spenden sammeln. Sie prüft Hilfswerke auf den gewissenhaften Umgang mit Spenden und verleiht das Zewo-Gütesiegel. (vbu)