Hilfswerke

Mehr als zwei Milliarden Franken Spenden erhalten

Die Spenden sind 2021 im Vergleich zum Rekordvorjahr etwa gleich geblieben. Natur- und Umweltschutz und die Entwicklungszusammenarbeit haben dabei etwas mehr eingenommen, die Beträge an Gesundheits- und Sozialorganisationen sind zurückgegangen.

Schweizer Hilfswerke haben im letzten Jahr 2,05 Milliarden Franken an Spenden bekommen, wie die Stiftung Zewo am 7. September mitteilte. Das ist etwa gleich viel wie im ersten Corona-Jahr, als die Spenden erstmals die Schwelle von zwei Milliarden Franken überstiegen.

Zwei Drittel der Spenden seien an Hilfswerke gegangen, die von der Zewo zertifiziert worden sind. Die Hälfte dieser Werke habe 2021 mehr Spenden gesammelt als im Jahr zuvor. In der Entwicklungszusammenarbeit, im Natur- oder im Umweltschutz hätten die Spenden eher zugenommen als bei Heimen, Gesundheits- und Sozialorganisationen.

Gut die Hälfte der Spenden an Zewo-Hilfswerke stammten von privaten Haushalten, 17 Prozent der Spenden hätten aus Erbschaften bestanden, Beiträge von Institutionen wie der Glückskette, Förderstiftungen und Kirchen machten 23 Prozent aus, Beiträge von Firmen 7 Prozent. Die Spenden aus privaten Haushalten seien im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Die Beiträge von Institutionen hätten ein wenig zugenommen.

Erneut an Bedeutung gewonnen haben gemäss Zewo digitale Spenden, etwa mit Twint oder Kreditkarten. Sie haben sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Allerdings sei ihr Anteil immer noch geringer als herkömmliche Spenden, sie machten etwa 3,4 Prozent aus. Ausserdem seien die digital gespendeten Beträge durchschnittlich kleiner als bei herkömmlichen Spenden. (mos)