Reformierte Solothurns erhöhen Spende nach gutem Jahresabschluss

Die Reformierten des Kantons Solothurn blickten an ihrer Synode auf ein gutes Finanzjahr zurück, rüsten sich aber bereits für schlechtere Zeiten.


An seiner Sommer-Synode vom 11. Juni hat sich das reformierte Solothurner Kirchenparlament grosszügig gezeigt. Es folgte dem Antrag des Oltners Alex Weibel und erhöhte den Beitrag an das evangelische Hilfswerk Heks auf 10’000 Franken. Das Geld kommt den Flüchtlingen in Syrien zu Gute. Hintergrund dieser solidarischen Aktion waren die guten Rechnungen der Synode und des Finanzausgleichs.

Die Synodenrechnung mit den privaten Mitgliederbeiträgen schliesst mit einem Gewinn von rund 98’800 Franken ab. Die Rechnung des Finanzausgleichs, worin die Steuern juristischer Personen erfasst sind, schliesst mit einem Überschuss von rund 99’500 Franken. Die Gewinne werden dem Eigenkapital gutgeschrieben.

Sparen bei den Subventionen

Trotzdem rüstet sich die Kirche für die Zeit, in der die Beiträge zurückgehen werden. Die Synodalen bewilligten die neue Ausrichtung der Bausubventionen, die künftig nur noch an die Sanierung von Kirchen, Kirchgemeinde- und Pfarrhäusern gezahlt werden. Erwirbt eine Kirchgemeinde Land und Liegenschaften, um Geld anzulegen, werde dies nicht mehr subventioniert, so Markus Leuenberger.

Angenommen wurde auch die Teilrevision des Konkordats zur Aus- und Weiterbildung der Pfarrer und Pfarrerinnen. Das sei notwendig geworden, weil das bisherige Verfahren zu teuer und zu wenig effizient war, sagte Synodalrat Erich Huber. Umstritten waren die Eignungsprüfungen für den Pfarrberuf, welche die Studierenden durchlaufen mussten. «Man hat manchmal die falschen ausgesondert – jene, die sich gut verkaufen konnten waren im Vorteil», bemängelte Huber. (kirchenbote.ch)