Neue Präsidentin für die Solothurner Kirche

Die Evangelisch-reformierte Kirche Kanton Solothurn bekommt eine neue Leitung. An ihrer Tagung in Flüh wählten die Synodalen Evelyn Borer aus Dornach zur Synodalratspräsidentin.


Am Samstag, 1. Juni, haben die Solothurner Synodalen an ihrer Sitzung einstimmig Evelyn Borer zur Präsidentin des Synodalrates gewählt. Borer übernimmt damit die Nachfolge von Verena Enzler, die gegen Ende des Jahres von ihrem Amt zurücktritt.

Evelyn Borer lebt in Dornach und arbeitet in der Sozialhilfebehörde der Gemeinde Reinach. Für ihre neue Aufgabe bringt die 59-Jährige einen vollen Rucksack mit. Sie war Gemeinderätin in Dornach, sass im Kantonsrat und war Mitglied der Sozial- und Gesundheitskommission Kanton Solothurn. Seit 2015 ist sie Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Dornach-Gempen-Hochwald.

«Platz für unterschiedliche Haltungen»

Bei ihrer Vorstellung in der Heiliggeistkirche Flüh las Evelyn Borer die Präambel der Schweizerischen Bundesverfassung vor. Der Text spiegle ihre Haltung wieder, erklärte sie. Die Offenheit und der Respekt im Umgang mit Menschen, ihren Werten und Anschauungen, seien ihr wichtig, auch in der Kirche. «Unter dem Dach der reformierten Kirche haben unterschiedliche Strömungen, Ideen und Haltungen Platz», ist sie überzeugt.

Für die Dornacherin bildet die Bibel die Grundlage «unserer Werte und Haltungen». «Aber wir müssten die Texte im Kontext ihrer Epoche lesen und dann in unsere Zeit transformieren.» Der Mensch brauche nicht nur finanzielle Sicherheit. Er brauche auch geistige Nahrung, brauche Orientierung und soziales Miteinander. Alle Aspekte, zu denen die Kirche viel beitragen könne.
(Tilmann Zuber, Kirchenbote)