Mittelmeer
Tod von Mädchen überschattet Rettungsaktion
Eine Rettungsaktion der Ocean Viking in maltesischem Suchgebiet endete tragisch. Nach Angaben der Betreiberorganisation «SOS Méditerranée» konnte bei dem Einsatz am 27. Januar ein siebenjähriges Mädchen nicht mehr rechtzeitig gerettet werden. Das Mädchen habe unmittelbar nach der Evakuierung zweier seeuntauglicher Boote einen Herzstillstand erlitten.
Trotz Wiederbelebungsmassnahmen und anschliessender Bergung mit einem Helikopter sei die Siebenjährige verstorben. An Bord des Schiffes waren auch ihre beiden Eltern und ihre Schwester.
Bereits am Morgen hatte die Ocean Viking vor Malta 22 Frauen und Männer aus einem Glasfaserboot in Seenot geborgen. Mehrere Überlebende mussten medizinisch versorgt werden, da sie Verbrennungen aus einem Gemisch von Treibstoff und Salzwasser erlitten hatten. Insgesamt rettete die Organisation in den zwei Einsätzen 114 Menschen.
Die italienischen Behörden wiesen dem Schiff Ancona an der Adriaküste als sicheren Anlandungshafen zu. Dies bedeute für die Schutzsuchenden eine weitere Reise von 3,5 Tagen. Diese Zeit fehle nun, um weitere Rettungseinsätze durchzuführen, hält die Organisation fest. (no)