Mittelmeer

«Sea-Watch 4» rettet 120 Menschen

Bei zwei Rettungsaktionen hat das Rettungsschiff «Sea-Watch 4» 120 Personen an Bord genommen. Darunter waren elf Frauen und ein Baby.

Kurz nach Erreichen des zentralen Mittelmeers hat das Rettungsschiff «Sea-Watch 4» bereits zum zweiten Mal Menschen in Seenot an Bord geholt. Zuvor war das Schiff gerichtlich im Hafen von Palermo festgesetzt gewesen. Nun rettete das kirchlich finanzierte Schiff am 29. April 44 Menschen. Am 30. April seien weitere 77 Geflohene an Bord genommen worden, darunter elf Frauen und ein Baby, teilte Sea-Watch mit. Sie seien aus einem Schlauchboot in Sicherheit gebracht worden. Damit befanden sich insgesamt 121 Flüchtlinge an Bord.

Derweil wartete die «Ocean Viking» von der Organisation SOS Méditerranée mit 236 Geretteten an Bord auf die Zuteilung eines Hafens. Die Besatzung hatte die Menschen am Dienstag vor der libyschen Küste aus zwei überfüllten Schlauchbooten an Bord geholt. 114 von ihnen sind den Helfern zufolge unbegleitete Minderjährige.

Das Mittelmeer gilt als eine der gefährlichsten Migrationsrouten der Welt. Seit Jahresbeginn kamen nach UN-Angaben bei dem Versuch, auf diesem Wege nach Europa zu gelangen, bereits 599 Menschen ums Leben. Im gleichen Zeitraum 2020 waren es 278. (epd/mos)