«Sea-Eye 4» rettet 106 Flüchtlinge an Weihnachten
Die «Sea-Eye 4» hat an Weihnachten 106 Flüchtlinge im Mittelmeer von zwei Booten gerettet, wie die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye mitteilte. Unter den Geretteten befinden sich 40 Minderjährige. Die italienischen Behörden wiesen dem Rettungsschiff den etwa drei Tage Fahrtzeit entfernten Hafen von Brindisi zu.
Den Angaben zufolge wurden die Menschen südlich der italienischen Insel Lampedusa in der maltesischen Such- und Rettungszone gerettet. Die zuständige maltesische Rettungsleitstelle habe auf Anfragen der «Sea-Eye 4» nicht geantwortet, hieß es.
Das Mittelmeer zählt zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Dieses Jahr sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 2678 Flüchtlinge und Migranten bei der Überfahrt ums Leben gekommen oder sie werden vermisst. Eine staatlich organisierte Rettungsmission gibt es nicht.
Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye plant für das kommende Jahr nach eigenen Angaben neun Missionen. Bisher seien durch Spenden nur zwei Einsätze sichergestellt, erklärte die durch kirchliche Kreise unterstützte Organisation. (epd/ dst)