Schreibwettbewerb-Gewinner der Zürcher Landeskirche stehen fest

Vor einem Jahr fragte die Reformierte Landeskirche Zürich «Was fehlt, wenn Gott fehlt?». Aus den 362 Einsendungen hat Jury die drei besten Eingaben mit Preisgeldern prämiert.


Eine fünfköpfige Jury hat aus 362 Einsendungen drei Texte ausgezeichnet, die eine Antwort auf die Frage «Was fehlt, wenn Gott fehlt?» der Reformierten Landeskirche Zürich suchten. Der Hauptpreis über 5’000 Franken geht an Ruedi Fink aus Bern, der mit seinem Beitrag «Der kleine Gott» reflektierte Einsichten in den eigenen Glaubensweg vorgelegt hat, wie es in einer Mitteilung vom 4. April heisst.

Der zweite Platz belegt der Beitrag «Creux du Van» von Heidi Berner aus Lenzburg AG. Sie erhält für ihren Text 3’000 Franken. Die Jury begründet ihren Entscheid damit, dass die Autorin ein grosses Bewusstsein für die von ihr gewählte Form zeigt: «In den lyrisch anmutenden Kapiteln werden Gedanken systematisch erprobt und entwickelt».

Der dritte Preis über 2’000 Franken erhält Andreas Schertenleib aus Solothurn. Er hat den auf Berndeutsch geschriebener Spoken-Word-Text «I am ready my Lord» eingereicht. Schertenleib verband die Frage nach dem Fehlen von Gott mit dem Schicksal des an Demenz erkrankten Lehrers Willi. Dabei liess er sich inspirieren von zwei Leonard-Cohen-Songs.

Preisverleihung im Kulturhaus Helferei

Eine Publikation mit ausgewählten Texten aus dem Wettbewerb erscheint im September im Theologischen Verlag Zürich. Einzelne Beiträge oder Auszüge sollen im Sommer in der Neuen Zürcher Zeitung abgedruckt werden. Am 13. September findet die offizielle Preisverleihung im Kulturhaus Helferei in Zürich statt.

Die Jury bestand aus der Germanistin und Kulturvermittlerin Eva Fischlin, der Kulturjournalistin und Literaturkritikerin Sieglinde Geisel, dem Theologen und Slampoeten Andreas Kessler, dem Zürcher Kirchenrat und Pfarrer Thomas Platz und der Rapperin Franziska Schläpfer alias Big Zis. (bat)